Tsunamis (japan. = Hafenwelle) sind Flutwellen, die meist durch Erdbeben, gelegentlich auch durch Vulkanausbrüche oder Unterwasserlawinen am Meeresboden entstehen. Tsunamis dürfen nicht mit Wellen verwechselt werden, die durch Stürme oder die Gezeiten verursacht werden. Entscheidender Unterschied: Bei Wellen ist stets nur die oberste Wasserschicht betroffen, die tieferen bleiben unbewegt. Beim Tsunami dagegen kommt es zu einer plötzlichen Veränderung der gesamten Wassersäule. Es bildet sich eine Art Berg, aus dem mehrere sehr langperiodische Meereswellen - also Wellen, die deutlich länger verlaufen als normale - entstehen. Diese breiten sich kreisförmig aus und sind im offenen Meer meist nur weniger als einen Meter hoch. Erst im flachen Wasser türmen sich Tsunamis zu gewaltigen Höhen auf.
Zeugnisse über Tsunamis reichen bis weit in die Geschichte. Forscher vermuten, dass bereits vor zwei Millionen Jahren ein Meteoriteneinschlag vor der Küste Südamerikas einen Tsunami ausgelöst hat. Der letzte verheerende Tsunami entstand am 26. Dezember 2004 im Indischen Ozean. Er überflutete 10.000 Kilometer Küstenregion und forderte mehr als 220.000 Todesopfer.