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20.02.2006 [Pressemitteilung 028/2006]
Bundesbildungsministerin Annette Schavan sieht in der Reform des Föderalismus neue Chancen für die Bildung. "Die Föderalismusreform bringt im Bildungswesen neue Strukturen der Verantwortung mit sich", sagte sie am Montag zur Eröffnung der Bildungsmesse didacta in Hannover. "Das geht nur im kontinuierlichen Gespräch von Bund und Ländern miteinander."
Dazu gehörten als neue Steuerungselemente Bildungsstandards, Evaluationssysteme und die Vereinbarung gemeinsamer strategischer Zielvereinbarung durch Bund und Länder. "In Deutschland geschieht derzeit in der Bildung die tiefgreifenste Reform seit fünfzig Jahren." Schulen und Hochschulen brauchten nationale Ziele.
Das Bildungswesen in Deutschland müsse sich künftig an internationalen Maßstäben messen lassen, sagte die Ministerin. Schulen und Hochschulen brauchten dafür größere Freiheiten. "Wer glaubt, Schulen und Hochschulen lediglich verwalten zu können, ist im 20. Jahrhundert stecken geblieben."
Schavan nannte als künftigen Schwerpunkt der Reformen die Bildungsphase der 3 bis 10-jährigen. Außerdem werde die berufliche Bildung modernisiert. Künftig müssten berufliche und allgemeine Bildung gleichberechtigt Zugang zu einem Hochschulstudium vermitteln. Die Ministerin bezeichnete zudem die Benachteiligten- und Begabtenförderung als wichtigste Elemente eines Bildungssystems und zwei Seiten einer Medaille.
[PDF - 31,3 kB]
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