29.04.2006 [Aktuell 072/2006]

Studie zu Karrieren in Ingenieur- und Naturwissenschaften

Mütter trotz Doppelbelastung beruflich erfolgreicher als Kinderlose

Ingenieure und Naturwissenschaftler mit Kindern sind im Beruf erfolgreicher als ihre kinderlosen Kollegen. Dies ist das Ergebnis einer umfassenden Studie zu den "Strukturellen Barrieren für Absolventinnen und Absolventen technisch-naturwissenschaftlicher Fächer im Beruf", die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Samstag in Berlin vorstellte.

Nach den Daten der Studie sind Mütter im Durchschnitt beruflich erfolgreicher (38,4 Prozent) als Kinderlose (27,3 Prozent). Das gilt, obwohl die berufstätigen Mütter oft auch für die Kindererziehung zuständig sind 0" nur vier Prozent von ihnen leben mit einem Partner zusammen, der nicht berufstätig ist. Berufstätige Väter haben es dazu im Vergleich leichter, erfolgreich zu sein. Fast 30 Prozent von ihnen haben eine Partnerin, die nicht berufstätig ist. Und an einem Kriterienkatalog gemessen sind die Väter mit 61,8 Prozent auch öfter erfolgreich als Männer ohne Kinder (34,4 Prozent).

Die Autorinnen der Studie kommen auch zu dem Schluss, dass die vorherrschende Arbeitskultur mit ihrem Anspruch auf eine Verfügbarkeit rund um die Uhr die Beschäftigung vor allem vieler hochqualifizierter Frauen von vornherein verhindert. Außerdem entwickeln sich die Karrieren von Frauen langsamer und stagnieren früher als die von Männern. Frauen die sich selbstständig machen, sind dagegen vergleichsweise häufiger erfolgreich.

Für die Studie wurden von der Technischen Universität Darmstadt rund 9.000 berufstätige Absolventinnen und Absolventen der Fächer Chemie, Informatik, Physik und der Ingenieurwissenschaften über ihre Lebens- und Berufssituation befragt
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Die Studie finden Sie im Internet unter: http://www.bmbf.de/pub/arbeitswelt_in_bewegung.pdf

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