12.09.2006 [Pressemitteilung 155/2006]
Storm: "Begabungspotenziale müssen in Deutschland stärker genutzt werden"
Nach Ansicht des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Andreas Storm müssen die Begabungspotenziale in Deutschland noch stärker genutzt werden. "Deutschland ist in der Bildung auf einem guten Weg und wird die starken Fähigkeiten seiner Menschen in Zukunft noch besser nutzen", sagte Storm am Dienstag in Berlin. Dort stellte die OECD ihren jährlichen Bericht "Bildung auf einen Blick 2006" mit den neuesten Zahlen zu den Entwicklungen und Tendenzen der wichtigsten Bildungssysteme der Welt vor.
Der internationale Vergleich bestätige den von der Bundesregierung verfolgten Kurs, sagte Storm. "Wir investieren in Deutschland in die Köpfe." Dazu gehöre die Begabtenförderung genauso wie Hilfe für die Menschen mit schlechteren Startchancen. "Mit der gemeinsamen Anstrengung von Bund und Ländern werden wir in wenigen Jahren zu führenden Staaten der OECD aufschließen." Storm hob hervor, dass die Studie einen hohen Bildungsstand in Deutschland belege, der zeige, dass die Bevölkerung den Anforderungen der modernen Lebens- und Arbeitswelt gewachsen sei. Demnach haben 84 Prozent der 25- bis 64-jährigen mindestens einen Abschluss des Sekundarbereich II, das heißt entweder Abitur oder eine abgeschlossene berufliche Ausbildung. Im OECD-Schnitt liegt der Prozentsatz bei 67 Prozent.
Staatssekretär Storm unterstrich, dass gerade in Deutschland der demografische Wandel bewältigt werden müsse. So werde hier zu Lande die Anzahl der Schüler im Alter bis zu 15 Jahren bis 2015 um 14 Prozent sinken. Dies habe zunächst durchgreifende Auswirkungen auf die Organisation des deutschen Bildungssystems bei Klassengrößen, Lehrpersonal und Schulen. Auch in der beruflichen Ausbildung stünden schon in wenigen Jahren deutlich weniger Bewerber bereit. "Wir müssen die jungen Leute heute ausbilden, wenn wir den demografischen Wandel auf dem Arbeitsmarkt bewältigen wollen", sagte Andreas Storm.
Bei gleich bleibender Studierquote werde Deutschland auch bei den Hochqualifizierten im internationalen Vergleich verlieren. "Wir müssen mehr junge Menschen zum Studium bringen", betonte Storm. Der gemeinsam mit den Ländern vorbereitete Hochschulpakt habe das Ziel, eine ausreichende Zahl an Studienplätzen bereit zu stellen.
Gleichzeitig steige in einer älter werdenden Gesellschaft die Notwendigkeit der berufsbezogenen Fort- und Weiterbildung. Die Menschen müssten sich noch stärker am lebenslangen Lernen beteiligen. "Wissen und Qualifikation müssen gepflegt und weiter entwickelt werden." Zu deren Finanzierung prüfe das BMBF derzeit intensiv verschiedene Modelle des Bildungssparens, sagte Storm.
Weitere Informationen finden Sie [hier]
[PDF - 46,7 kB]
Die Druckversion dieser Pressemitteilung finden Sie hier als PDF-Datei.
(URL: http://www.bmbf.de/_media/press/pm_20060912-155.pdf)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.bmbf.de/de/6725.php)
Presse-Newsletter
Wenn Sie immer auf dem laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie einfach unsere Pressemitteilungen per E-Mail. (URL: http://www.bmbf.de/newsletter/)
Immer auf dem Laufenden:
Die aktuellen Pressemeldungen als RSS-Newsticker.