16.02.2007 [Pressemitteilung 033/2007]
EU-Bildungsministerrat tagt erstmals unter deutscher Präsidentschaft
Die Bildungsminister der Europäischen Union (EU) haben am Freitag auf ihrer ersten Tagung in Brüssel unter deutscher Ratspräsidentschaft die Bedeutung der Bildungspolitik in Europa für das Gelingen des Lissabon-Reformprozesses betont. Die Minister waren sich einig, dass die in der Lissabon-Strategie vereinbarten Ziele für mehr Wettbewerbsfähigkeit und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum nur dann erreicht werden können, wenn die Menschen in Europa eine exzellente Bildung erhalten. Dies sei eine entscheidende Ergänzung zu dem Vorhaben, bis zum Jahr 2010 drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Forschung und Entwicklung auszugeben. Europa müsse zu einer Wissensgesellschaft werden, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, betonten die Minister. Hierbei komme der Bildung eine Schlüsselrolle zu.
"Wir müssen weiter daran arbeiten, unsere Bürgerinnen und Bürger noch besser fit zu machen für die Zukunft", sagte Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung sowie amtierende Präsidentin des Bildungsministerrates. Nach den Worten der Ministerin hat die Bildungskooperation in Europa in den vergangenen Jahren bereits deutlich an Dynamik gewonnen: "Grenzüberschreitende Aus- und Weiterbildung, gemeinsame Bildungsprogramme, ein deutlicher Ausbau der europäischen Mobilitätsförderung und die Verbesserung von Transparenz und Anerkennung von Bildungsabschlüssen sind Zeichen dieser Entwicklung."
Europas Staats- und Regierungschefs haben sich auf dem Europäischen Rat von Lissabon im März 2000 ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2010 soll die EU zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt werden. Um dieses Ziel erreichen zu können, hat der EU-Bildungsministerrat im Jahr 2002 sein bis 2010 reichendes gemeinsames Arbeitsprogramm "Allgemeine und Berufliche Bildung" beschlossen. Die zentralen bildungspolitischen Zielsetzungen sind die Verbesserung der Qualität der nationalen Bildungssysteme und ein erleichterter Zugang zur Bildung für alle Bürger.
Inzwischen haben die Regierungen in Europa eine Vielzahl von konkreten Initiativen auf den Weg gebracht: Um Bildungsabschlüsse besser vergleichen zu können, wurde 2004 der neu gestaltete EUROPASS beschlossen. Und um die europäischen Bildungssysteme durchlässiger zu machen, haben die Regierungen einen Europäischen Qualifikationsrahmen für das Lebenslange Lernen (EQR) und die Entwicklung eines Kreditpunktesystems für die berufliche Bildung (ECVET) initiiert - beide Vorhaben sollen während der Laufzeit des Arbeitsprogramms starten.
Die Minister haben zudem über Perspektiven der Bildungspolitik über das Jahr 2010 hinaus beraten. Als mögliche Themen für eine zukünftige Ausrichtung der europäischen Bildungspolitik haben sie über den Ausbau der frühkindlichen Bildung und die Stärkung des Lebenslangen Lernens diskutiert. Dieser Diskussionsprozess wird im Rahmen der folgenden EU-Ratspräsidentschaften von Portugal und Slowenien fortgeführt werden.
Weitere Informationen zur europäischen Bildungspolitik und zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft finden Sie im Internet unter www.bmbf.de und unter www.eu2007.de.
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