27.03.2007 [Pressemitteilung 060/2007]

Bundesforschungsministerin Schavan und Automobilindustrie vertiefen Dialog

Mit Hightech für mehr Klimaschutz

Unser Ziel muss sein, dass das sicherste und umweltfreundlichste Auto der Welt in Deutschland gebaut wird. Eine weitere Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen erreichen wir nur mit Hightech. Die deutsche Automobilindustrie ist mit ihrem großen FuE-Engagement internationaler Technologieführer. Jetzt geht es darum, das enorme Innovationspotenzial der Branche noch stärker für den Klimaschutz zu mobilisieren", sagte Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, anlässlich eines Treffens mit Forschungs- und Entwicklungschefs deutscher Automobilhersteller und Zulieferer am Dienstag in Berlin. Bei dem Gespräch wurden Forschungsfelder zur CO2-Einsparung im Automobilbereich abgesteckt. Dazu zählen Verbesserung der Fahrzeugtechnik, Einsatz von alternativen Kraftstoffen und intelligentes Verkehrsmanagement. Schavan: "Effizienter Klimaschutz braucht langfristig angelegte Strategien und den engen Schulterschluss zwischen Forschung, Politik und Wirtschaft. Das haben wir heute mit der Automobilindustrie bekräftigt."

Die Bundesforschungsministerin und die Unternehmensvertreter identifizierten drei Bereiche, auf die künftig - auch in gemeinsamen Projekten - die Forschungsaktivitäten zur weiteren CO2-Reduzierung konzentriert werden sollen:

1. Effizienzsteigerung bei Fahrzeug- und Antriebstechnologien,
2. Stärkung von alternativen Kraftstoffen zum Beispiel Biokraftstoffe der zweiten Generation und Wasserstoff sowie
3. Optimierung von Verkehrsmanagement und Infrastruktur.

Im Bereich der Fahrzeugtechnik kann durch die konsequente Fortführung des Leichtbaus, die weitere Verbesserung der motorischen Antriebe, die Entwicklung neuer Verbrennungsverfahren, ein intelligentes Energiemanagement sowie Hybridkomponenten der Kraftstoffverbrauch deutlich gesenkt werden. Für das Energiemanagement im Fahrzeug der Zukunft sollen wesentlich leistungsfähigere Energiespeicher wie zum Beispiel Batterien mit hoher Lebensdauer entwickelt werden. Auch der Frage von Batterieentsorgung und -recycling müssen verstärkt Forschungsanstrengungen gelten. Mit dem "Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie" hat die Bundesregierung eine wesentliche Grundlage geschaffen, um wichtige Fragen wie die regenerative Wasserstoffherstellung, den Transport oder die Speicherung im Fahrzeug zu lösen.

Neben einer verbesserten Fahrzeugtechnologie soll insbesondere der Einsatz von alternativen Kraftstoffen verstärkt und die Forschungsanstrengungen zur zweiten Generation der Biokraftstoffe intensiviert werden. Der Biokraftstoffanteil in Deutschland soll bis 2020 auf 12% ausgebaut werden. Gemeinsames Ziel ist, den Anteil der Biokraftstoffe der 2. Generation, die nahezu CO2-neutral sind, zu erhöhen.

Auch die Optimierung von Verkehrsflüssen kann erhebliche CO2-Einsparungen bewirken. Denn jährlich werden 12 Milliarden Liter Kraftstoff in Staus vergeudet - das entspricht einer CO2-Emission von 30 Millionen Tonnen. Der Einsatz modernster Kommunikationstechnologien zur elektronischen Vernetzung von Fahrzeugen und Verkehrssteuerungsanlagen kann dazu beitragen, Verkehrsflüsse zu optimieren und Staus zu vermeiden.

Teilnehmer des Treffens mit der Bundesforschungsministerin waren seitens der Automobilindustrie Herbert Ampferer, Porsche, Leiter Umwelt und Energie, Michael Dick, Audi, Mitglied des Vorstandes, Technische Entwicklung, Dr. Klaus Draeger, BMW, Mitglied des Vorstandes, Einkauf und Entwicklung, Dr. Peter Gutzmer, Schaeffler, Geschäftsleitung Technische Produktentwicklung, Dr. Thomas Weber, DaimlerChrysler, Mitglied des Vorstands Konzernforschung & Mercedes Car Group Entwicklung, Prof. Jürgen Leohold, Volkswagen, Leiter Konzernforschung, Prof. Rudolf Menne, Ford, Forschungsleiter Europa, Hans H. Demant, Vorsitzender der Geschäftsführung Adam Opel, Dr. Thomas Schlick, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Die deutsche Automobilindustrie erbringt mit 16 Milliarden Euro pro Jahr ein Drittel der gesamten FuE-Ausgaben der deutschen Industrie. Ein guter Teil fließt in die Entwicklung von Umwelttechnologien. So hat die Branche den Verbrauch ihrer Neufahrzeuge seit 1990 um 25 Prozent gesenkt; sie trägt damit erheblich dazu bei, dass die CO2-Emissionen im deutschen Straßenverkehr seit 1999 kontinuierlich sinken.

 

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