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16.06.2008 [Pressemitteilung 108/2008]

Hobeln, Feilen, Rechnen - Schüler bekommen Einblick in die Praxis

Schavan: "Junge Leute bei der Wahl eines passenden Berufes unterstützen" / 15 Millionen Euro im Jahr für neues Programm zur besseren Berufsorientierung

Was will ich werden? Welche Berufe gibt es und was muss ich dafür können? Damit Jugendliche diese entscheidenden Fragen künftig besser und fundierter beantworten können, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein neues Programm zur Berufsorientierung gestartet. Es bietet insbesondere Schülerinnen und Schülern an Hauptschulen ab Klasse 8 die Möglichkeit, einen Einblick in die Praxis zu bekommen. Das BMBF stellt dafür bis 2010 pro Jahr 15 Millionen Euro zur Verfügung.

Am Sonnabend überreichte Bundesbildungsministerin Annette Schavan der Bildungsakademie Ulm die finanzielle Unterstützung des Bundes für die ersten hundert Hauptschüler, die an dem Programm teilnehmen. "Die jungen Leute können ihre Potenziale wesentlich besser nutzen, wenn wir sie in der Wahl eines passenden Berufes unterstützen, der ihren Fähigkeiten und Begabungen entspricht. Wir wollen mit diesem Programm den Übergang zwischen Schule und Ausbildung erleichtern und die Zahl der Ausbildungsabbrecher deutlich senken", sagte Schavan in Ulm. Am kommenden Dienstag wird bei der Handwerkskammer Köln, die sämtliche 37 Kölner Hauptschulen in das Programm einbezieht, das Startsignal für weitere 920 Hauptschüler gegeben. Dann kann das Hobeln, Mauern, Feilen losgehen und die Jugendlichen können feststellen, ob sie handwerkliche Begabungen haben und an welchem Beruf sie Freude haben könnten. Am Ende des insgesamt 80 Stunden umfassenden Praktikums bekommen sie eine schriftliche Beurteilung. Darin steht, welche Fähigkeiten sie bewiesen haben und in welchen Bereichen die Ausbilder besondere Qualifikationen feststellten, aber auch - und das ist für die Lehrer wichtig - auf welchen Gebieten sie noch förderbedürftig sind. Ein weiterer Effekt des Programms: Betriebe können später - bei der Auswahl von geeigneten Bewerbern für freie Ausbildungsplätze - nicht nur Zeugnisnoten, sondern auch persönliche Einschätzungen und Beurteilungen von Ausbildern nutzen.

Das BMBF-Programm ist Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung und hat zum Ziel, die Zahl der Ausbildungsabbrecher deutlich zu senken. Im Handwerk liegt die Abbrecherquote bei rund 20 Prozent. Auch die Motivation, einen Schulabschluss zu erreichen oder sich in bestimmten Fächern zu verbessern, soll durch den Einblick in die Praxis gestärkt werden. Beispielsweise kann den Jugendlichen durch die Ausbilder ganz konkret vermittelt werden, dass sie gerade auch für handwerkliche Berufe, wie Tischler oder Metallbauer, gut rechnen können müssen. Insgesamt soll durch diese Form der Berufsorientierung der Übergang von der Schule in den Beruf erleichtert werden.

Anträge für das Berufsorientierungs-Programm des BMBF können von überbetrieblichen Berufsbildungsstätten oder vergleichbaren Einrichtungen in Kooperation mit allgemein bildenden Schulen beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gestellt werden.

Nähere Informationen finden Sie unter www.bibb.de.

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    (URL: http://www.bmbf.de/_media/press/pm_20080616-108.pdf)

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