07.04.2009 [Pressemitteilung 071/2009]

Empirische Bildungsforschung auf einen Blick und Klick

Bundesforschungsministerium schaltet neues Online-Portal zur besseren Transparenz der Forschungsförderung und nutzerfreundlichen Recherche

Unter www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/ präsentiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit Dienstag im Internet eine neue Plattform zur empirischen Bildungsforschung. Hier werden alle Förderaktivitäten des BMBF zur Umsetzung des Rahmenprogramms für die empirische Bildungsforschung und die Ergebnisse von Forschungsprojekten nutzerfreundlich zusammengestellt und leicht recherchierbar gemacht. Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), das unter anderem den Deutschen Bildungsserver betreibt, hat das BMBF beim Aufbau des neuen Online-Angebots unterstützt.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte am Dienstag: "Das Portal ist für die Weiterentwicklung der empirischen Bildungsforschung ein entscheidender Fortschritt: Wir bieten damit allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen wichtigen Ort der Recherche. Künftig kann sich jeder schnell und unkompliziert einen Überblick über vergangene und laufende Projekte und deren Resultate im Rahmen unserer Forschungsförderung in der empirischen Bildungsforschung verschaffen. Das erleichtert die Recherche und trägt zur Transparenz unserer Förderung bei."

Das Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung soll die internationale Position Deutschlands in diesem Bereich festigen und ausbauen. Für die bereits in Bewegung gebrachten Bildungsreformen sind wissenschaftlich gesicherte Informationen und Daten eine wichtige Grundlage. Diese liefert die empirische Bildungsforschung. Im Mittelpunkt des

Rahmenprogramms stehen die strukturelle Stärkung der empirischen Bildungsforschung und einzelne thematisch fokussierte Forschungsschwerpunkte.

Strukturell gestärkt werden sollen die Qualitätsentwicklung und -sicherung der vom BMBF geförderten Bildungsforschung, die Nachwuchsförderung, die Förderung des internationalen Austausches, die Verbesserung der informationellen Infrastruktur und die Information über die Ergebnisse der empirischen Bildungsforschung für Reformen im Bildungssystem. Große strukturell bedeutsame Projekte sind in diesem Zusammenhang das Nationale Bildungspanel und die Förderlinie zum Technologiebasierten Testen.

Zentrale thematische Schwerpunkte sind Forschungen zur Hochschullehre, zur Nachwuchsförderung (in den Bereichen Bildungsstatistik, Fachdidaktik, Kompetenzdiagnostik), zur Sprachdiagnostik und Sprachförderung, zu Entwicklungsstörungen sprachlicher Fähigkeiten, zur Professionalisierung des pädagogischen Personals, zur Steuerung im Bildungswesen sowie zu den Programmen "Jedem Kind ein Instrument".

Für die Umsetzung der Forschungsergebnisse ist eine enge Kooperation zwischen Bund und Ländern besonders wichtig. Deshalb wurde das Rahmenprogramm zur empirischen Bildungsforschung nicht nur in enger Abstimmung mit den Ländern und der Wissenschaft entwickelt; Bund und Länder kooperieren auch eng bei der Umsetzung des Programms.

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