24.06.2010 [Pressemitteilung 110/2010]
BMBF startet neue Förderinitiative für internationale Forschungskooperationen
Die Schwellenländer spielen eine entscheidende Rolle, um die globalen Herausforderungen wie Klimawandel und Verknappung von Rohstoffen, Wasser und Land zu bewältigen. Einige der wirtschaftlich stark wachsenden Staaten gehören mittlerweile zu den weltgrößten Emittenten von Kohlendioxid. Zunehmend sehen aber auch die Schwellenländer ihre Verantwortung für nachhaltiges Wirtschaften. Entsprechende Technologien oder Dienstleistungen müssen jedoch häufig an die lokalen Bedingungen angepasst oder erst erforscht werden.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startet nun die neue Forschungsinitiative "CLIENT - Internationale Partnerschaften für nachhaltige Klimaschutz- und Umwelttechnologien und -dienstleistungen". In einer ersten Runde können sich deutsche Hochschulen, Forschungsinstitutionen und Unternehmen bis zum 31. August 2010 mit Projektanträgen bewerben. Sie sollten insbesondere auf die Zusammenarbeit mit Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika und Vietnam ausgerichtet sein. In drei Förderrunden stellt das BMBF insgesamt bis zu 60 Millionen Euro bereit.
"Als ein führendes Exportland von Umwelt- und Klimaschutztechnologien nimmt Deutschland seine Verantwortung für die UN-Milleniumsziele zur Entwicklung wahr. Mit der Förderung modellhafter Forschungsprojekte tragen wir dazu bei, eine weltweite Partnerschaft für Entwicklung aufzubauen", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. "Nur so können wir einerseits Wohlstand sichern und eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen ermöglichen und gleichzeitig den Verbrauch natürlicher Ressourcen beschränken sowie Klima und Umwelt schützen."
CLIENT ist eine der ersten Förderinitiativen des kürzlich veröffentlichten BMBF- Rahmenprogramms "Forschung für nachhaltige Entwicklungen". Für deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen bieten die Projekte die Chance, in weiterführende Kooperationen mit den Schwellenländern einzusteigen. Mit den Projekten soll die wirtschaftliche Wettbewerbsposition Deutschlands und der beteiligten Partnerländer gemeinsam gestärkt und ausgebaut sowie neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Die künftigen Kooperationsprojekte können Themen umfassen wie die Verminderung von Treibhausgasemissionen in allen industriellen Bereichen, die Schließung von Stoffkreisläufen und Recycling, innovative Landnutzungsmethoden, Trinkwassergewinnung und Abwasserbehandlung. Dabei sollen insbesondere die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und naturräumlichen Rahmenbedingungen in den Partnerländern berücksichtigt werden.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.fona.de/client
Die englische Version der Pressemitteilung steht Ihnen im Anhang zum Download bereit.
Ansprechpartner:
Projektträger - Umwelt, Kultur, Nachhaltigkeit
im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (PT-DLR)
Herr Roland Keil
Tel.: 0228/3821-578
E-Mail: roland.keil@dlr.de
Weitere Informationen zum Download.
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Die Druckversion dieser Pressemitteilung finden Sie hier als PDF-Datei.
(URL: http://www.bmbf.de/_media/press/pm_20100624-110.pdf)
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