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01.02.2011 [Pressemitteilung 012/2011]

Das Herz der Mathematik schlägt ab sofort in Berlin

Weltvereinigung der Mathematiker eröffnet ständigen Sitz in der Hauptstadt

Die International Mathematical Union (IMU) hat am 1. Februar ihren ersten ständigen Hauptsitz in Berlin feierlich eröffnet. Die IMU ist der Weltverband der Mathematik, 70 Länder gehören ihm an. Als Dachorganisation aller mathematischen Gesellschaften fördert die IMU die internationale Zusammenarbeit auf diesem Fachgebiet, beschäftigt sich mit Fragen der mathematischen Ausbildung, unterstützt den Aufbau der Infrastruktur für die Ausbildung und Forschung in Entwicklungsländern, organisiert die Weltkongresse der mathematischen Community und verleiht Preise für herausragende mathematische Forschungsergebnisse, u.a. die Fields-Medaille, den "Nobel-Preis der Mathematik". Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) betonte bei der Eröffnung: "Die Mathematik trägt zur Lösung praktischer Probleme in immer größerem Umfang bei. Auch wenn Deutschland für einen intensiven Einsatz der Mathematik eine hervorragende Ausgangsposition hat, möchten wir uns nicht auf dem Status quo ausruhen, sondern den Dialog anstoßen, wohin sich Mathematik weiter entwickeln soll und wo der zukünftige gesellschaftliche Bedarf liegt. Ich schätze das lebendige Netzwerk der IMU als Garant dafür, dieses Potential der Mathematik zu erschließen. Deshalb unterstützen Bund und Land Berlin die IMU bei ihrer künftigen Arbeit in der Hauptstadt." Das BMBF und der Berliner Senat fördern das Büro der IMU je zur Hälfte mit einer halben Million Euro jährlich.

Bislang war der Standort des Sekretariats, das die Arbeit des Verbandes koordiniert, an den Wohnort des jeweils auf vier Jahre gewählten Generalsekretärs gebunden. Um die Arbeitseffizienz zu erhöhen, hat die IMU allerdings beschlossen, das Sekretariat an einem festen Standort zu gründen. Im Sommer 2010 fiel die Wahl auf der Mitgliederversammlung der IMU in Indien auf Berlin, das die Jury mit seiner vielfältigen mathematischen Landschaft überzeugen konnte. Die Hauptstadt setzte sich dabei gegen Mitbewerber Toronto und Rio de Janeiro durch. Das Büro des derzeitigen IMU-Generalsekretärs, Prof. Martin Grötschel von der Technischen Universität und Vizepräsident des Zuse-Instituts Berlin, befindet sich nun in Räumen des Weierstraß-Instituts für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS) in der Nähe des Gendarmenmarktes. Wissenschaftssenator von Berlin, Prof. E. Jügen Zöllner sagte: "Das Herz der Weltmathematik schlägt jetzt im Zentrum der Hauptstadt Deutschlands. Diese besondere Ehre ist für Berlin und seine Mathematik Auszeichnung, Ansporn und Verpflichtung zugleich."

IMU-Präsidentin Prof. Ingrid Daubechies von der Duke University Durham, North Carolina, ist von dem neuen Standort begeistert: "Mit dem ständigen Sekretariat in Berlin hat die IMU erstmals eine dauerhafte Heimat gefunden. Ich bedanke mich bei der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin für die großzügige Förderung, und ich bin sicher, dass die Einbettung des Sekretariats in die reiche mathematische Landschaft Berlins zu der professionellen Unterstützung ihrer Arbeit führen wird, die sich die IMU erhofft."

Weitere Informationen unter: www.fv-berlin.de/pm_archiv/2011/03-imueroeffnung.html

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