08.06.2011 [Pressemitteilung 082/2011]

Geisteswissenschaftler, vernetzt Euch!

"DARIAH" fördert digitale Infrastruktur für Geistes- und Kulturwissenschaftler. Staatssekretärin Quennet-Thielen: "Das Projekt bietet die Chance, sich besser und schneller zu informieren."

Digitale Vernetzung, Datenbanken und ein schneller Zugriff auf Informationen - das wird auch in den Geistes- und Kulturwissenschaften immer wichtiger. Ein herausragendes europaweit arbeitendes Projekt zum Aufbau einer digitalen geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungsinfrastruktur ist DARIAH (Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities). Es unterstützt Forscherinnen und Forscher aus den geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen beim standortunabhängigen gemeinsamen Arbeiten ebenso wie bei der Beantwortung von disziplinübergreifenden Fragestellungen.

Die im Rahmen von DARIAH aufgebaute Forschungsinfrastruktur soll den Zugang zu verstreuten digitalen Forschungsdaten wesentlich vereinfachen und zudem den wissenschaftlichen Austausch und die gemeinsame Nutzung von digitalen Quellen   vornehmlich Texte, aber auch Bilder oder Klänge  - effizienter gestalten. Zusätzlich zu der Vernetzung von Forschungsdaten soll DARIAH auch ihre langfristige Nachnutzung und Archivierung gewährleisten.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert 13 Projektpartner von DARIAH in Deutschland unter der Konsortialführung der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen mit insgesamt 5,8 Mio. € über zunächst drei Jahre. "DARIAH leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Wissenschaftssystems", betonte BMBF-Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen. "Das Projekt bietet für eine Reihe von Fachdisziplinen, die noch nicht oder wenig mit Forschungsinfrastrukturen befasst sind, die Chance, sich besser und schneller zu vernetzen und weltweit zu informieren."

In seinen im Januar 2011 veröffentlichten "Empfehlungen zu Forschungsinfrastrukturen in den Geistes- und Sozialwissenschaften" weist der Wissenschaftsrat darauf hin, dass der Aufbau von Infrastruktur häufig eine Voraussetzung für die Beantwortung zukunftsweisender wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Fragen durch thematisch fokussierte Projekte der Spitzenforschung sei. "DARIAH greift wesentliche Bestandteile dieser Wissenschaftsratsempfehlungen auf", so Quennet-Thielen. "Unser Ziel ist es, die Forschungsinfrastruktur in den Geistes- und Sozialwissenschaften zu stärken."

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