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17.09.2012 [Pressemitteilung 114/2012]

Meerestemperatur vor Helgoland um 1,7 Grad gestiegen

Messstation auf Nordseeinsel feiert 50-jähriges Jubiläum / Braun: "Wichtiger Beitrag zum besseren Verständnis von Umweltveränderungen"

Die Meerestemperatur vor der Nordseeinsel Helgoland ist in den vergangenen 50 Jahren um 1,7 Grad angestiegen. Das hat die Auswertung der längsten Meeresmessreihe der Welt ergeben, die das Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung in der Dauermessstation auf Helgoland erhoben hat. "Mit der Messstation haben die Forscher die Möglichkeit, Veränderungen des Meeres und seiner Bewohner über einen sehr langen Zeitraum zu untersuchen", sagte Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) anlässlich des Jubiläums zum 50. Geburtstag der Forschungsstation. "Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis von Umweltveränderungen." Zum 50-jährigen Jubiläum der Meereszeitserie besuchte Braun die Forschungsstation und nahm vom Schiff aus eine Probe zwischen der Hauptinsel Helgoland und der vorgelagerten Düne.

Die Biologische Anstalt Helgoland (BAH) liegt mitten im Meer und bietet ideale Bedingungen für meeresbiologische Forschung: Untersuchungen im Wasser rund um Helgoland können durch Experimente und Zuchtversuche in den Laboren vor Ort optimal ergänzt werden. Die ständig mit frischem Meerwasser versorgten Laboratorien und Meerwasserbecken auf den Freiflächen ermöglichen auch die Haltung und Zucht von empfindlichen Mikroorganismen. Erforscht werden vor allem die Lebenszyklen mariner Organismen: Algen, Krebse, Muscheln und Borstenwürmer der Nordsee stehen im Interesse der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Und auch Organismen aus anderen Flachmeeren werden hier untersucht.

Seit 1962 unterhält die Biologische Anstalt Helgoland im Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) eine Dauermessstation auf der Nordseeinsel. Im Rahmen der institutionellen Förderung des AWI durch das BMBF wurde diese Datenreihe aufgenommen und nachhaltig verfügbar gemacht. Bereits im Jahre 1873 begann diese Tradition mit einfachen Messungen von Temperatur und Wasser. In der Datenbank PANGAEA werden die Daten für nachkommende Generationen archiviert und bereitgestellt. Nutzer sind beispielsweise Klimaforscher, die ihre Modelle überprüfen möchten, Biologen, die sich für Meeresnahrungsnetze interessieren, oder Biochemiker, die gezielt chemische Untersuchungen der Proben vornehmen.

Die "Veranstaltung - 50 Jahre Helgoland Roads" vom 17.-20.09.2012 des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung mit der Biologischen Anstalt Helgoland (BAH) ist eine Aktion des Wissenschaftsjahres 2012 - Zukunftsprojekt Erde. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Seit dem Jahr 2000 fördern sie den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Forschung. Im Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt Erde stehen drei zentrale Fragen im Mittelpunkt: Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Und: Wie können wir unsere Umwelt bewahren? Damit fördert das Wissenschaftsjahr 2012 die gesellschaftliche Debatte über die Ziele, Herausforderungen und Aktionsfelder einer nachhaltigen Entwicklung.

Weitere Informationen zur Forschungsförderung im Bereich Meeres- und Polarforschung sowie Geowissenschaften finden Sie unter http://www.bmbf.de/de/7605.php.

Kontakt:
Dr. Folke Mehrtens | Kommunikation und Medien
Pressereferentin
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
in der Helmholtz-Gemeinschaft
An der Neuen Schleuse 32
27568 Bremerhaven
Tel.: 0471 4831-2007; Fax: -1389
http://www.awi.de

Bei Fragen zum Wissenschaftsjahr:

Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt Erde
Selina Byfield
Saarbrücker Straße 37 | 10405 Berlin
Telefon 030/30 88 11 49 | Fax 030/30 88 11 11
redaktionsbüro@zukunftsprojekt-erde.de
www.zukunftsprojekt-erde.de

 

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    (URL: http://www.bmbf.de/_media/press/Pm_0917-114(1).pdf)

Ansprechpartner

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    • Telefonnummer: +49 (0)30/18 57-50 50
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