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Tickernews 30.11.-01.12.

Teilen und Heilen - Ethikrat mahnt Reform des Datenschutzes im Gesundheitsbereich an - (Zusammenfassung 1400, weitgehend neu) Corinna Buschow (epd)

Quelle: EPD, vom 30.11.2017 13:12:00

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Datenschutz/Gesundheit/Ethik/ZF/

Teilen und Heilen - Ethikrat mahnt Reform des Datenschutzes im Gesundheitsbereich an - (Zusammenfassung 1400, weitgehend neu) Corinna Buschow (epd) =

Schrittzahl, Puls, Kalorien der Mahlzeiten von gestern: Apps und Wearables können heute präzise das Leben vermessen. Die Daten werden gespeichert, weitergegeben, ausgewertet. Chance oder Risiko für den Einzelnen? Sowohl als auch, sagt der Ethikrat.

Berlin (epd). Peter Dabrock und Steffen Augsberg machen den Selbstversuch: Bei der Präsentation der Stellungnahme des Ethikrats zu «Big Data und Gesundheit» am Donnerstag in Berlin tragen beide eine Smartwatch, einen kleinen Computer am Handgelenk, der ihren Alltag vermisst: Schrittzahl, eventuell Puls, sportliche Aktivitäten. Augsberg ist Mitglied des Ethikrats, Dabrock Vorsitzender des Gremiums. Man habe selbst ausprobieren wollen, worum es geht, sagt Augsberg. Ein persönliches Resümee von ihm: Er bemerke ein «leicht pathologisches Verhalten», seitdem er das Wearable trägt.

Der Einfluss von Fitnesstrackern und Co. auf den persönlichen Alltag ist nur eine der vielen Facetten, mit denen sich die Stellungnahme des 26-köpfigen Ethikrats befasst. Auf rund 200 Seiten widmet sich das Gremium den Chancen und Risiken sogenannter Big Data. Gemeint ist damit der Umgang mit großen Datenmengen - wie sie Nutzer von Apps hinterlassen -, um darin Muster zu erkennen und Erkenntnisse abzuleiten. Es geht um medizinische Forschung, Weiterentwicklung von Therapien, Nutzen für Krankenversicherungen und letztlich auch um Datenschutz und Manipulationsmöglichkeiten.

Wer vom Ethikrat ein klares Plädoyer für oder gegen die massenhafte Datensammelei erwartet, wird enttäuscht. Das Teilen von Daten biete ungeahnte Möglichkeiten, Heilungschancen zu verbessern, sagt Dabrock. Forschung, Diagnostik, Therapie und Prävention könnten aus den Daten Nutzen ziehen. Er geht sogar noch einen Schritt weiter: Man müsse ethisch sogar fragen, ob es nicht eine gewisse Pflicht dazu gebe, Daten in den Pool einzuspeisen, von denen letztlich jeder profitieren will.

Genauso sehen die Experten aber auch die Gefahren der Datensammelwut. Einmal gespeichert können sie auch für Zwecke verwendet werden, die der «Datengeber» so nicht beabsichtigt hat - Manipulation und Missbrauch nicht ausgeschlossen. Auch vom Risiko einer Entsolidarisierung ist in der Stellungnahme die Rede, sollten etwa Krankenversicherungen die Daten für ihre Tarifpolitik nutzen.

Als zentrale Forderung leitet der Ethikrat aus der Abwägung der Chancen und Risiken ab, die «Datensouveränität» des Verbrauchers zu stärken. Ein Teil davon ist die rechtliche Seite. Die klassischen Datenschutzmechanismen ließen sich in dem Bereich nicht mehr halten, sagte Dabrock. Augsberg ergänzte, nach der gerade erfolgten europäischen Datenschutzreform habe man keine große Hoffnung auf eine neue, grundlegende Änderung.

Teile der Empfehlungen könnten aber bei den Verhandlungen über die künftige Regierungskonstellation aufgenommen werden, appelliert er. Sie umfassen unter anderem Vorschläge für eine Neuordnung von Privatsphäre-Einstellungen von Anwendungen, die Einführung eines Datengütesiegels und Regeln für die Einwilligungspraxis.

Neben dem Staat sieht der Ethikrat aber viele andere Akteure wie Forschungsinstitutionen, datenverarbeitende Unternehmen oder Versicherungen in der Pflicht. 25 Mitglieder des Ethikrats unterstützen die Empfehlungen. Die Medizinerin Christiane Fischer

plädiert in einem Sondervotum, auf die Nutzung von Big Data gänzlich zu verzichten, sofern Datenschutz, Anonymität und das sogenannte Recht auf Vergessen nicht gewährleistet werden können.

Die Stellungnahme gebe der Politik Hausaufgaben, sagte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Gemeinsam mit Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) nahm er die Stellungnahme entgegen.

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301312 Nov 17

MeldungsID: 51864508


Berlins Hochschulverträge verabschiedet - mehr Theologie möglich

Quelle: KNA, vom 30.11.2017 18:32:00

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Hochschulen/Theologie/Islam/Kirche/

Berlins Hochschulverträge verabschiedet - mehr Theologie möglich =

Berlin (KNA) Das Berliner Abgeordnetenhaus hat dem geplanten Ausbau der Universitätstheologie in der Hauptstadt zugestimmt. Am Donnerstagabend verabschiedete das Landesparlament die für 2018 bis 2022 geltenden neuen Hochschulverträge. Unter anderem soll danach an der Humboldt-Universität (HU) ein Institut für Islamische Theologie eingerichtet werden. Zudem ist geplant, das Seminar für Katholische Theologie von der Freien Universität (FU) an die HU zu verlagern. Für beide Einrichtungen sind zunächst jeweils vier Professuren vorgesehen.

Laut Hochschulverträgen soll das Islam-Institut seinen Studienbetrieb im Wintersemester 2018/19 aufnehmen. An der Gründung sollen «maßgebliche muslimische Verbände» beteiligt werden. Die Einrichtung soll islamische Theologinnen und Theologen sowie Religionslehrkräfte akademisch ausbilden. Für den Aufbau stellt das Land Berlin bis 2022 insgesamt rund 13,8 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich soll die HU Fördermittel beim Bundesforschungsministerium einwerben.

Die Verträge sehen überdies vor, dass die HU nach Etablierung des Islam-Instituts eine Juniorprofessur für Alevitische Studien einrichtet, über deren institutionelle Anbindung noch nicht entschieden ist.

Die Verträge gehen davon aus, dass FU und HU sich «über ein Konzept zur vollständigen Verlagerung des katholischen Seminars» verständigen. Die Zusage des Landes Berlin, die Katholische Theologie mit zwei Professuren zu verstärken, «steht unter dem Vorbehalt eines erfolgreichen Konzepts». An dem Planungsprozess seien das Erzbistum Berlin und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz «angemessen zu beteiligen». Im Falle einer Verlagerung an die HU schreiben die Hochschulverträge bis 2022 eine Landesförderung in Höhe von insgesamt 1,17 Millionen Euro fest.

KNA/gor/dmu

301832 Nov 17

MeldungsID: 51875195


(Zusammenfassung 1515) Mitgift mit Gift: Glyphosat-Zoff belastet GroKo-Gespräche (Foto - Archiv und aktuell geplant)

Quelle: dpa, vom 30.11.2017 15:22:00

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Parteien/Regierung/Deutschland/Bundespräsident/

(Zusammenfassung 1515)

Mitgift mit Gift: Glyphosat-Zoff belastet GroKo-Gespräche (Foto - Archiv und aktuell geplant) =

Der Bundespräsident lädt in sein Schloss - um der Hängepartie bei der Regierungsbildung endlich ein Ende setzen. Doch der Glyphosat-Zoff belastet das Klima. Die SPD tobt, die Union beschwichtigt. Wäre der Unkrautvernichter nur das einziges Problem.

Berlin (dpa) - Kurz vor dem Spitzentreffen der Parteichefs Angela Merkel, Horst Seehofer und Martin Schulz bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vergiftet der Streit um den Unkrautvernichter Glyphosat das Klima zwischen Union und Sozialdemokraten. Agrarminister Christian Schmidt (CSU) versucht, die Aufregung zu dämpfen. Dabei lauern vor einer möglichen Neuauflage der großen Koalition weitere Probleme - neben inhaltlichen Differenzen wie bei Steuerfragen oder in der Flüchtlingspolitik etwa der Machtkampf innerhalb der CSU.

Schmidt kündigte in der «Passauer Neuen Presse» an, im Streit um die Zulassung des umstrittenen Unkrautgifts auf SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks zuzugehen. Ziel sei es, «gemeinsam Lösungen zu finden, wie wir den Einsatz von Glyphosat in der Zukunft national restriktiver gestalten können». Schmidt hatte gegen den SPD-Willen in Brüssel für die weitere EU-Zulassung von Glyphosat gestimmt. SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles nannte sein Votum einen «schweren Vertrauensbruch». Kanzlerin Merkel selbst wertete es als Verstoß gegen die Geschäftsordnung der Bundesregierung und rügte Schmidt.

SPD-Vize Ralf Stegner kritisierte Schmidts Alleingang scharf. «Hier vor der Agrarlobby einzuknicken, das ist entweder in der Tat dämlich und Frau Merkel hat ihren Laden nicht im Griff, oder aber es ist ein grobes Foul gegen die SPD, und da muss ich mich fragen, was das soll», sagte er dem Bayerischen Rundfunk am Donnerstag. Eine Neuauflage der großen Koalition sei alles andere als sicher.

Aus Sicht von SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel kann Schmidt einem möglichen neuen Kabinett von Union und SPD nicht mehr angehören. «Für mich ist klar, dass Herr Schmidt seine Zukunft hinter sich hat», sagte er im Deutschlandfunk.

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) wies Forderungen nach personellen Konsequenzen aber zurück. «Hier ist eine gewisse Dramatik bestimmt gesucht worden von Seiten des Koalitionspartners», sagte sie mit Bezug auf die SPD am Donnerstag im Deutschlandfunk weiter. Sie sprach sich klar für die Bildung eines stabilen Bündnisses mit der SPD aus.

Auch Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) warb dafür. Union und SPD hätten das Land in den vergangenen vier Jahren erfolgreich gestaltet, sagte er der «Rheinischen Post». «Auch wenn eine große Koalition kein Dauerzustand sein sollte, haben die großen Parteien eine besondere Verantwortung für das Land.»

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen warnte Union wie SPD vor teuren Rentengeschenken durch eine mögliche GroKo. «Wir können nicht einer ganzen Generation überbordende Aufgaben ins Lastenheft schreiben», sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Donnerstag).

Bundespräsident Steinmeier hat die Vorsitzenden von CDU, CSU und SPD, Merkel, Schulz und Seehofer, für Donnerstagabend zu einem Gespräch über die Möglichkeiten einer Regierungsbildung eingeladen. Nachdem die SPD zunächst den Gang in die Opposition beschlossen hatte, schließt sie nun eine Koalition mit der Union nicht mehr aus. Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen hatte Steinmeier an die Verantwortung der Parteien appelliert.

In der SPD gibt es allerdings weiter große Widerstände gegen eine Wiederauflage der großen Koalition. Der neue Juso-Chef Kevin Kühnert fordert Schulz in der «Neuen Osnabrücker Zeitung» auf, dies beim Treffen mit Steinmeier auszuschließen. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) mahnte seine Partei dagegen zu Gelassenheit. «Wir brauchen vor nichts Angst zu haben - weder vor einer neuen großen Koalition noch vor einer Minderheitsregierung oder Neuwahlen», sagte er der «Passauer Neuen Presse».

Der Berliner Politologe Hajo Funke hält SPD-Ängste vor einer GroKo unter Merkels Führung für unbegründet. «Die Mär von der «Schwarzen Witwe» Merkel ist Humbug», sagte Funke der «Stuttgarter Zeitung» (Freitag). «Welchen Profit Parteien aus einer Koalition ziehen, hängt mehr an Persönlichkeiten, Charisma und politischer Raffinesse als an der Frage, wer der Stärkere und wer der Juniorpartner ist.»

Der CSU-interne Machtkampf birgt weitere Unsicherheiten für die Gespräche. Parteichef Seehofer steht seit dem schlechten CSU-Ergebnis bei der Bundestagswahl unter Druck. Die Christsozialen sind in einer aktuellen Umfrage auf 37 Prozent abgesackt. Bei der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des GMS-Instituts für die Sendung «17:30 Sat.1 Bayern» sagten 83 Prozent, die CSU wirke auf sie derzeit «eher zerstritten» als einig und geschlossen. Spätestens am Montag wird mit einer Aussage Seehofers zur personellen Neuaufstellung der CSU gerechnet.

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301522 Nov 17

MeldungsID: 51870824


Ethikrat fordert besseren Schutz von Gesundheitsdaten - Neben Chancen für neue Therapien birgt «Big Data» auch Risiken

Quelle: afd, vom 30.11.2017 13:39:00

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D/Gesundheit/Internet/Sicherheit  

Ethikrat fordert besseren Schutz von Gesundheitsdaten - Neben Chancen für neue Therapien birgt «Big Data» auch Risiken =

BERLIN (AFP) - Angesichts der riesigen Datenmengen im  Gesundheitsbereich hat der Deutsche Ethikrat einen neuen Umgang mit  solch sensiblen Informationen angemahnt. Die Verknüpfung und  Verwertung von Gesundheitsdaten ermögliche «tiefe Einblicke in den  aktuellen Gesundheitszustand, die Persönlichkeit sowie den  Lebenswandel und erlaubt teilweise sogar Vorhersagen etwa zur  Krankheitsentwicklung», heißt es in einer am Donnerstag  veröffentlichten Stellungnahme des Expertengremiums.

Schon jetzt arbeiteten immer mehr Forscher, Firmen und Ärzte mit  großen Datenmengen. Gesundheitsdaten würden aber auch von den  Menschen selbst erfasst, etwa über Gesundheits-Apps, Smartwatches  oder sogenannte Fitnesstracker mit Sensoren, die Körperfunktionen  messen. Die Daten könnten durch neue technische Möglichkeiten  schnell und effektiv ausgewertet, ausgetauscht und mit anderen Daten  verknüpft werden.

Das aktuelle Datenschutzrecht sei darauf allerdings «nur  unzureichend» vorbereitet, schreibt der Ethikrat in seiner  Stellungnahme. Die Datenflut im Gesundheitsbereich eröffne

einerseits Chancen für deutlich verbesserte Diagnostik, Therapie und  Prävention sowie die Unterstützung gesundheitsförderlichen  Verhaltens.

«Andererseits bringen schwankende Datenqualität, Intransparenz  von Datenflüssen, Kontrollverluste sowie unsichere Koordinations-,  Regulierungs- und Qualifikationsanforderungen aber auch Risiken mit  sich», heißt es weiter. Diese reichten von Entsolidarisierung über  Monopolisierung und den Verlust informationeller Selbstbestimmung  bis hin zu Datenmissbrauch und Manipulationen.

Dies erfordert nach Ansicht der Experten nicht nur andere  rechtliche Regelungen, um Werte wie Freiheit, Privatsphäre oder  Verantwortung zu gewährleisten. Das Gremium verweist auch auf die  ethischen Aspekte von «Big Data». Auch wenn in der digitalen  Gesellschaft eine vollständige Kontrolle der eigenen Datenspuren  unmöglich geworden sei, wollten Menschen mitbestimmen, wie ihre  Daten gebraucht und weiterverwendet werden.

Gesundheitsbezogene Daten, die einer bestimmten Person  zugeordnet werden können, seien «besonders sensibel, weil sie tiefe  Einblicke in einen sehr intimen Bereich ermöglichen». Zudem erlaube  dies genauere Risikoprofile. Dies könne zum Beispiel in der Krankenversicherung zu finanziellen Nachteilen und einer  Entsolidarisierung führen.

Die Experten legten eine Reihe von Empfehlungen für den Umgang  mit Gesundheitsdaten vor. Unter anderem sprachen sie sich für die  Standardisierung von Datenformaten und Möglichkeiten zur  Qualitätskontrolle aus. Um mehr Transparenz zu erreichen, sollte ein  Datengütesiegel vergeben werden, das die Herkunft und Qualität der  Originaldaten und ihrer Verarbeitungsschritte nachweisbar darstellt.

Menschen sollten zudem die rechtliche Möglichkeit zu einer  «Datenspende» erhalten; damit könnten sie die Nutzung ihrer Daten  für die medizinische Forschung erlauben. Außerdem sollte bereits in  der Schule die digitale Bildung stärker gefördert werden, um bei  Kindern schon früh ein Bewusstsein für die rechtlichen, sozialen und  ethischen Folgen zu schaffen.

Dem Deutschen Ethikrat gehören 26 Mitglieder an, die je zur  Hälfte auf Vorschlag des Bundestags und der Bundesregierung berufen  werden. Darunter sind etliche Wissenschaftler aus verschiedenen  Bereichen. Das Gremium berät über zentrale ethische Fragen und gibt  regelmäßig Stellungnahmen ab.

hex

AFP  301339  NOV 17

MeldungsID: 51864840


Weiteres Rekordjahr für EU-Austauschprogramm Erasmus

Quelle: KNA, vom 30.11.2017 12:34:00

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Europa/EU/Bildung/Gesellschaft/

Weiteres Rekordjahr für EU-Austauschprogramm Erasmus =

Brüssel (KNA) Am EU-Austauschprogramm Erasmus Plus haben 2016 insgesamt 725.000 junge Menschen teilgenommen. Zusätzlich seien 79.000 Organisationen gefördert worden, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Insgesamt stellte die EU-Institution demnach 2,2 Milliarden Euro für das Programm bereit.

Es umfasst mittlerweile auch Praktika für Studenten und Auszubildende, Jugendaustausch, Freiwilligenarbeit sowie ein Austauschprogramm für das Personal aller Bildungsebenen sowie aus dem Jugend- und Sportbereich. Erasmus feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. Seit seiner Entstehung wurde das Austauschprogramm kontinuierlich weiterentwickelt.

2016 profitierten etwa auch 6.500 neu angekommene Flüchtlinge von Online-Sprachkursen. Bei grenzüberschreitenden Partnerschaften im Jugendbereich kam ein Viertel der geförderten Projekte Migranten, Flüchtlingen oder Asylbewerbern zugute oder zielte auf deren Integration ab. Insgesamt 1.200 Kooperationsprojekte wurden den Angaben zufolge zu Toleranz, Nichtdiskriminierung und sozialer Integration durchgeführt und mit 200 Millionen Euro gefördert.

KNA/fbr/brg

301234 Nov 17

MeldungsID: 51864056


600 Studenten aus aller Welt ahmen UN-Vollversammlung nach

Quelle: KNA, vom 30.11.2017 12:23:00

lkn020 4 pl 119 vvvvn KNA 171130-89-00041#2

Konferenzen/UN/Hochschulen/Bildung/

600 Studenten aus aller Welt ahmen UN-Vollversammlung nach =

Hamburg (KNA) Studenten aus aller Welt ahmen in einem Planspiel an der Universität Hamburg die Arbeit der Vereinten Nationen (UN) nach. 600 junge Leute schlüpfen von Donnerstag bis Sonntag in die Rolle von Diplomaten, wie die Hamburgische Bürgerschaft am Donnerstag mitteilte.

Die Teilnehmer stammen den Angaben zufolge aus 52 Nationen und repräsentieren verschiedene Mitgliedsstaaten. In der Konferenzsprache Englisch diskutieren sie weltpolitische Themen und stimmen Resolutionen ab. Zur offiziellen Eröffnungszeremonie im Hamburger Rathaus werden am Freitag um 10.00 Uhr unter anderen Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) und US-Generalkonsul Richard Yoneoka erwartet.

Das Planspiel «Hamburg Model United Nations» (HamMUN) findet zum 19. Mal statt. Es wird von Studenten der Universität Hamburg organisiert und ist nach deren Angaben die bundesweit größte Veranstaltung dieser Art.

KNA/mal/sky

301223 Nov 17

MeldungsID: 51863926


Arbeitgeber und Gewerkschaften fordern mehr Geld für Arbeitslose (Foto - Archiv)

Quelle: dpa, vom 01.12.2017 04:45:00

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Arbeitsmarkt/Deutschland/Parteien/Regierung/

Arbeitgeber und Gewerkschaften fordern mehr Geld für Arbeitslose=

Berlin (dpa) - Immer mehr Geld, das für Ausbildung und Umschulung von Langzeitarbeitslosen gedacht ist, fließt in die Verwaltung der Jobcenter. Seit 2005 wurden insgesamt 3,5 Milliarden Euro aus Eingliederungsmitteln zur Deckung von Verwaltungskosten verwendet, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Im kommenden Jahr drohe die Summe umgeschichteter Gelder, die nicht für die Eingliederung der Arbeitslosen zur Verfügung stehen, auf eine Rekordsumme von einer Milliarde Euro anzuwachsen. Davor warnen Peter Clever von der Hauptgeschäftsführung des Arbeitgeberverbands BDA und Annelie Buntenbach vom DGB-Bundesvorstand in einem der dpa vorliegenden gemeinsamen Brief an führende Politiker der Bundestagsfraktionen. Buntenbach und Clever führen auch den Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit.

Von der neuen Bundesregierung erwarten Clever und Buntenbach spürbare Verbesserungen. «Seit Jahren reichen die Mittel für die Jobcenter hinten und vorne nicht», sagte Buntenbach der dpa. «Die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit muss ganz oben auf die Tagesordnung einer neuen Regierung.» Clever mahnte: «In diesem Jahr könnten Mittel für die Eingliederung erstmals in einer Größenordnung von rund einer Milliarde Euro für reine Verwaltungsausgaben und zu Lasten aktiver Integrationsmaßnahmen verwendet werden. Das geht nicht!» Die Jobcenter bräuchten genau diese Milliarde mehr. Die

Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann, die die Anfrage gestellt hatte, bezeichnete die Mittel-Umschichtungen als «Skandal».

dpa bw yydd n1 nau

010445 Dez 17

MeldungsID: 51881553


Teuer und nutzlos? Mehr Forschung zu Krebsmedikamenten gefordert

Quelle: dpa, vom 30.11.2017 12:57:00

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Gesundheit/Deutschland/Wissenschaft/Medikamente/Krebs/

Teuer und nutzlos? Mehr Forschung zu Krebsmedikamenten gefordert =

Berlin (dpa) - Nach der Zulassung von Krebsmedikamenten ist aus Sicht eines Arzneimittelexperten mehr Forschung zum Nutzen erforderlich. Das entscheidende Manko sei, dass man die dringend innerhalb der ersten zwei, drei Jahre nach der Zulassung nötigen Studien nicht bekomme, sagte der Onkologe Wolf-Dieter Ludwig am Donnerstag im ARD Morgenmagazin. Für den Abend war zu dem Thema ein Bericht des Magazins «Monitor» angekündigt. Es brauche wieder mehr unabhängige klinische Forschung, vor allem müssten sich die jeweiligen Pharma-Hersteller beteiligen, so Ludwig weiter. Er ist Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft.

Hintergrund der ARD-Recherchen ist eine Studie, die vor einigen Wochen im Fachblatt «The BMJ» erschienen ist. Die Autoren kamen zum Schluss, dass bei knapp der Hälfte der 68 zwischen 2009 und 2013 von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassenen Krebstherapien selbst Jahre nach der Zulassung unsicher sei, ob sie das Leben verlängern oder die Lebensqualität verbessern. Und wenn Vorteile im Vergleich zu älteren Medikamenten oder Placebos gezeigt wurden, seien diese oft klinisch nicht relevant gewesen. 

Die Krankenkasse Barmer GEK etwa beklagte bereits im Sommer fehlende späte Bewertungen sowie explodierende Kosten für Krebstherapien. Es könne um 100 000 Euro und mehr gehen - pro Patient im Jahr. Laut Robert Koch-Institut bekamen nach jüngsten Daten im Jahr 2013 rund 483 000 Menschen in Deutschland neu die Diagnose Krebs.

Ludwig sagte im ARD-Morgenmagazin, gerade die Onkologie sei ein «extrem lukratives Gebiet» für Hersteller. Diese versuchten, Medikamente mit «häufig unseriösen Versprechungen» in den Markt zu drücken. Pro Jahr gehe es um 10 bis 12 Medikamente, teils nur an kleinen Gruppen getestet. Bleibe der Wissensstand nach der Zulassung dürftig, müsse man in Betracht ziehen, die Kostenerstattung wieder zu beenden. Das sei ein wichtiger Schritt, um die Hersteller zu weiteren Studien zu zwingen, betonte der Experte.

dpa ggr yybb n1 kll

301257 Nov 17

MeldungsID: 51864298


Papst: Niemand darf Folgen des Klimawandels leugnen

Quelle: KNA, vom 30.11.2017 17:53:00

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Costa Rica/Bangladesch/Vatikan/Klima/Umwelt/Papst/

Papst: Niemand darf Folgen des Klimawandels leugnen =

Vatikanstadt (KNA) Papst Franziskus hat eine energische ökologische Wende verlangt. Die Umweltzerstörung zeige «dramatische» Folgen für die Menschen. Eine «negationistische Haltung» angesichts des weltweiten Problems sei nicht angebracht, erklärte der Papst in einer am Donnerstag verbreiteten Videobotschaft an ein Symposium zu Umweltthemen in Costa Rica. Franziskus rief zur Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf, aber auch zu Bildungsinitiativen. Technische Lösungen allein ohne eine persönliche Verhaltensänderung im Alltag könnten den Planeten nicht retten, so der Papst.

Es seien die Solidarität und das Engagement aller nötig. Sein Lehrschreiben «Laudato si» sei ein Aufruf an jeden einzelnen, diese Botschaft im konkreten Leben umzusetzen, sagte Franziskus. Die am Mittwoch eröffnete Tagung, die von der Katholischen Universität Costa Rica und der «Vatikanischen Stiftung Joseph Ratzinger – Benedikt XVI.» ausgerichtet wird, geht am Freitag zu Ende. Im Mittelpunkt standen die Enzyklika «Laudato si» von 2015 und der Schutz Amazoniens.

Franziskus hält sich derzeit zu einem Besuch in Bangladesch auf. Dort brachte er die Umweltthematik bislang nicht zur Sprache. Bangladesch, das immer wieder von Fluten heimgesucht wird, sieht sich in der internationalen Klimadebatte als Sprecher der besonders betroffenen Länder.

In Costa Rica soll mit vatikanischer Beteiligung eine Beobachtungsstelle für die globale ökologische und soziale Entwicklung künftig einen Entwicklungsindex für die einzelnen Staaten erstellen. Das Institut, das an der Katholischen Universität Costa Rica angesiedelt ist, heißt in Anlehnung an die Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus «Observatorio Laudato Si».

Costa Rica gilt als umweltpolitisches Musterland. Präsident Luis Guillermo Solis verwies im Vorfeld des Symposiums auf den Artenreichtum seines Landes und die umfassenden Maßnahmen zum Schutz der Ökosysteme. So ist über ein Viertel der Staatsfläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen; den Strombedarf deckt das Land praktisch völlig aus regenerativen Quellen. Zudem schaffte Costa Rica in den 1950er-Jahren seine Armee zugunsten von Bildungs- und Gesundheitsprogrammen ab.

KNA/bju/

301753 Nov 17

MeldungsID: 51874387


Digitale Sprachassisenten setzen sich in Deutschland nur langsam durch - Umfrage: Bundesbürger nutzen am ehesten vorinstallierte Assistenten auf dem Smartphone

Quelle: afd, vom 30.11.2017 12:13:00

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D/Wissenschaft/Technologie  

Digitale Sprachassisenten setzen sich in Deutschland nur langsam  durch - Umfrage: Bundesbürger nutzen am ehesten vorinstallierte  Assistenten auf dem Smartphone =

HAMBURG (AFP) - Mehr als 70 Prozent der Deutschen wissen,  was ein digitaler Sprachassistent ist - doch nur rund ein Drittel  der Bevölkerung hat die Funktion bislang ausprobiert. Wer sie nutzt,  der greift am häufigsten darauf zurück, um Mühe und Zeit zu sparen,  wie eine am Donnerstag veröffentliche Studie des Hamburger  Marktforschungsinstituts Splendid Research ergab. Siri, Google  Assistant und Co. werden demnach am liebsten für das Schreiben von  Nachrichten, Suchmaschinennutzung oder das Abspielen von Musik  verwendet.

Für die Studie befragte das Hamburger Institut über tausend  Menschen zwischen 18 und 69 Jahren zu Nutzungsverhalten und  Verwendungsmöglichkeiten von Sprachassistenten. Demnach greifen die  Deutschen am ehesten auf sprachgesteuerte Eingabehilfen zurück, wenn  diese bereits beim Kauf auf ihren Geräten vorinstalliert sind. Nur  22 Prozent der Befragten verstünden sich als «Technik-Pioniere», die  sich die Assistenten aus technischer Begeisterung zulegen.

Überraschenderweise nutzten nicht nur die technikbegeisterten  «Digital Natives» der jüngeren Generation die Sprachbefehl-Funktion  auf ihren Geräten: Auch bei den 50- bis 59-Jährigen greift mehr als  jeder dritte Nutzer wöchentlich auf die digitale Spracheingabe  zurück, wie die Umfrage zeigte.

Doch die Skepsis bleibt groß. Unter den Befragten, die gar keine  digitalen Assistenten nutzen, werde jeder vierte von  Datenschutzbedenken abgeschreckt. Außerdem finde es jede fünfte Frau  unheimlich, mit Geräten zu sprechen - bei den Männern sei es nur  jeder Zehnte.

Aus diesen Gründen fänden auch künstliche Intelligenzen wie die  sogenannten Smartspeaker, die die Bedürfnisse ihrer Besitzer sogar  vorausahnen sollen, keinen großen Absatz in Deutschland. Nur etwa  zwei Prozent der Befragten können sich demnach vorstellen, bis 2018  ein intelligentes Gerät mit Sprachsteuerung anzuschaffen.

Für den großen Durchbruch der Sprachassistenten fehle es  deutschen Verbrauchern zudem an sinnvollen Nutzungsmöglichkeiten.  «Wie schnell die Verbreitung des Internets der Sprache zunimmt, wird  davon abhängen, ob bedürfnisorientierte Verwendungsmöglichkeiten zur  Verfügung stehen», erklärte Studienleiterin Carina Krämer.

Die ausgeprägten Sicherheitsbedenken der Deutschen könnten den  Erfolg der Sprachassistenten allerdings auch befördern, findet  Krämer: «Ein Smartspeaker mit der Fähigkeit, Räume zu überwachen und  den Besitzer zu alarmieren, könnte äußerst erfolgreich sein.»

ruh/ilo

AFP  301213  NOV 17

MeldungsID: 51863776

Bundesministerium für Bildung und Forschung

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