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Stark-Watzinger: Der IQB-Bildungstrend 2022 zeigt besorgniserregende Leistungsabfälle im Kernfach Deutsch : Datum: Pressemitteilung: 71/2023

Mit dem Startchancen-Programm den großen Hebel ansetzen

Die heute veröffentlichten Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2022 zeigen einen deutlichen Kompetenzverlust bei Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse in Deutsch im Jahr 2022.

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger:

„Der IQB-Bildungstrend 2022 zeigt besorgniserregende Leistungsabfälle im Kernfach Deutsch. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die die Mindeststandards hier verfehlen, ist viel zu hoch. Zudem wird erneut offensichtlich, dass der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen in Deutschland immer noch stark von der sozialen Herkunft abhängt. Wir müssen daher dringend eine Trendwende in der Kompetenzentwicklung erreichen. Mit dem Startchancen-Programm wollen wir den großen Hebel ansetzen. Gestern haben sich alle 16 Länder geschlossen hinter die Eckpunkte zum Startchancen-Programm gestellt. Das war ein wichtiger Schritt, damit wir jetzt zügig die Details des geeinten Konzepts ausbuchstabieren und den Programmstart vorbereiten können. Das Lob des Bundespräsidenten für das Startchancen-Programm sollte uns dabei anspornen. Denn das Startchancen-Programm wird dringend gebraucht.“

Hintergrund

Der IQB-Bildungstrend 2022 in der Sekundarstufe I untersucht, inwieweit Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe die von der Kultusministerkonferenz festgelegten Bildungsstandards in den Fächern Deutsch, Englisch und Französisch erreichen.

Er wird zum dritten Mal seit 2008 (Französisch) bzw. 2009 (Deutsch und Englisch) durchgeführt und ist die einzige Bildungsvergleichsstudie, die Kompetenzstände der einzelnen Bundesländer im Vergleich erhebt.

Deutschlandweit wurden rund 33.000 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe getestet. Der Test wird vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) entwickelt.

Auftraggeber der Studie sind die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder.

Bund und Länder haben sich auf gemeinsame Eckpunkte zum Startchancen-Programm verständigt. In ihrer 383. Plenarsitzung hat die Kultusministerkonferenz die länderseitige Verhandlungsgruppe mandatiert, gemeinsam mit dem Bund die erforderliche Bund-Länder-Vereinbarung zum Startchancen-Programm auf Grundlage der geeinten Eckpunkte auszuarbeiten. Dies ist der nächste Schritt, um die rechtlichen Voraussetzungen für einen Programmstart im Schuljahr 2024/25 zu schaffen.