1/3 der Speiseabfälle in Schulmensen könnte vermieden werden

Kleinere Portionen, kindgerechte Menüs, Kontrolle der Essensreste: Mit einfachen Mitteln könnten viele Speiseabfälle in Schulmensen vermieden werden. Das ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wurde.

Nahaufnahme von Lebensmitteln in einer Mensa
1/3 der Speiseabfälle in Schulmensen könnte vermieden werden © BMBF/Eva Blank

Mit einfachen Mitteln könnten die Abfälle in der Schulverpflegung maßgeblich reduziert werden. Besonders vielversprechend sind dabei Maßnahmen wie: Die Produktionsmengen abstimmen, kindgerechtere Menüs anbieten und Portionsgrößen sowie Essensreste auf Tellern kontrollieren, um die Produktion entsprechend anzupassen. Dies wurde bereits in der Praxis in verschiedenen Schulküchen erprobt. So wurden in Küche, Ausgabe und Mensa zwischen 14 und 48 Prozent der Speiseabfälle reduziert – also im Durchschnitt etwa um ein Drittel.

Das Thema Lebensmittelverschwendung im Unterricht zu behandeln, eine angenehmere Atmosphäre in den Mensen zu schaffen oder eine Verantwortungsperson für die Mittagsverpflegung in Schulen zu benennen, wären weitere Maßnahmen, die langfristig dazu beitragen, weniger Lebensmittel zu verschwenden. Zu diesen Ergebnissen kommt das Forschungsprojekt REFOWAS in seiner jüngsten Studie zur Reduzierung von Speiseabfällen.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Seit Juni 2015 arbeiten die Projektpartner vom Thünen-Institut, der Universität Stuttgart, dem Max Rubner-Institut und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen an der Entwicklung von Handlungsoptionen für die Vermeidung von Lebensmittelabfällen in Privathaushalten, Schulkantinen und Bäckereien.

Mehr Informationen: http://refowas.de/index.php