100 Feldhasen wohnen in Berlin-Lichtenberg

Der Osterhase ist in die Stadt gezogen. Der gewöhnliche Feldhase, in ganz Deutschland inzwischen als gefährdete Tierart geführt, fühlt sich in den großen Grünflächen zwischen den Plattenbauten der ehemaligen DDR in Ostberlin besonders wohl.

© Konstantin Bömer / Grafik: BMBF

Dort existiert neuerdings eine stabile städtische Population, was dem Feldhasen nie zugetraut wurde, galt er doch als wenig anpassungsfähig.

Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung untersucht nun erstmalig die landflüchtigen Hasen: Wie haben sie ihr Verhalten angepasst, um in der Stadt zurechtzukommen? Zum ersten Mal kann hier die Neuansiedlung von Wildtieren in der Stadt von Beginn an verfolgt werden.  Bis zu 15 Hasen pro Quadratkilometer wurden bisher auf Grünflächen in Berlin-Lichtenberg gezählt – rund 100 dürften es insgesamt sein. Ziel des Projekts ist es auch, Stadtmenschen für die Wildtiere zu sensibilisieren. Beispielsweise könnten Grünflächen so angelegt werden, dass sie neben der Erholungsfunktion für den Menschen den Wildtieren auch als Lebensraum dienen.

Bürger sind aufgerufen, ihre Augen auch nach Ostern offenzuhalten: Wer einen Hasen sieht, kann diesen über das Portal Beee http://www.portal-beee.de/ melden, eine Citizen Science Plattform, die  das BMBF und  viele wissenschaftliche Einrichtungen fördern.