12.500 Jahre zurück reicht der längste Jahresringkalender, er ist Teil einer universitären Sammlung

Bis an das Ende der letzten Eiszeit geht die Chronologie der Jahresringe der gesammelten Baumhölzer, die an der Universität Hohenheim verwahrt werden. Diese Baumhölzer sind heute die am weitesten zurückreichende Jahresringsammlung der Welt.

12.500 Jahre zurück reicht der längste Jahresringkalender, er ist Teil einer universitären Sammlung
12.500 Jahre zurück reicht der längste Jahresringkalender, er ist Teil einer universitären Sammlung © Universität Hohenheim

Bis an das Ende der letzten Eiszeit geht damit die Chronologie der Jahresringe der gesammelten Baumhölzer, die an der Universität Hohenheim verwahrt werden. Diese Baumhölzer sind heute die am weitesten zurückreichende Jahresringsammlung der Welt. Sie besteht aus einer großen Anzahl von Holzproben aus Mitteleuropa, darunter allein 6000 Mooreichen und Kiefern aus Kiesgruben süddeutscher Flüsse. Das radiale Wachstum der Bäume, also die Ausbildung des Jahresrings, ist stark vom Klima während der Wachstumsperiode geprägt. Die Bäume speichern damit jährliche Klimasignale und können so zur Rekonstruktion des vergangenen Klimas herangezogen werden.

Die Hohenheimer Sammlung ist Teil der über 1000 Sammlungen verschiedenster Wissenschaftsgebiete, die an deutschen Hochschulen verwahrt werden. Von ethnologischen Objekten über Wollproben alter Schafrassen bis zu historischen Farbstoffsammlungen beherbergen die Hochschulen in Deutschland größtenteils einmalige Sammlungen, die für die Forschung von großer Bedeutung sind.

Das BMBF unterstützt die Hochschulen dabei, diese Sammlungen für Wissenschaft und Lehre nutzbar zu machen. Unter anderem fördert das BMBF die „Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland“ an der Humboldt-Universität Berlin. Die Förderung wurde nun um weitere fünf Jahre verlängert.