12.669 im Ausland erworbene Qualifikationen wurden 2015 als voll gleichwertig anerkannt

Viele Unternehmen, Handwerksbetriebe, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sind auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Die Bundesregierung hat darum das Anerkennungsgesetz geschaffen. Es ist ein großer Erfolg.

Anonymisiertes „Associate Degree“ im Studiengang Wirtschaft und Handel, Fachrichtung Bankwesen der Universität Damaskus
Anonymisiertes „Associate Degree“ im Studiengang Wirtschaft und Handel, Fachrichtung Bankwesen der Universität Damaskus © BMBF

Diese Zahl wurde 2016 durch das Statistische Bundesamt ermittelt. Seit 2012 wurden über 196.000 Beratungsgespräche bei den Erstanlaufstellen im Programm „Integration durch Qualifizierung “ (IQ) beim BAMF und den Kammern geführt. Fast 40 Prozent der Beratungsgespräche wurden im vergangenen Jahr durch Flüchtlinge wahrgenommen. Insgesamt wurden im Jahr 2015 17.112 Bescheide erstellt. Rund 23 Prozent der Bescheide erhielten eine teilweise Gleichwertigkeit oder die Auflage einer Ausgleichsmaßnahme, und nur 2,6 Prozent stellten keine Gleichwertigkeit fest.

Viele Unternehmen, Handwerksbetriebe, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sind auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Wenn keine Zeugnisse vorgelegt werden können, können Fertigkeiten und Kenntnisse auch praktisch nachgewiesen werden. Fachkräfte können in einer Arbeitsprobe Experten zeigen, was sie in ihrem Beruf gelernt haben. So können Ausbildungen auch ohne formale Zeugnisse als teilweise oder vollständig gleichwertig anerkannt werden. Wessal Alkhalil, Zahntechnikerin aus Syrien, ist dies gelungen, im IQ Netzwerk Hamburg.

Seit Dezember 2016 fördert die neue BMBF-Maßnahme „Anerkennungszuschuss“ diejenigen, die keine anderweitige Unterstützung erhalten. Gefördert werden Kosten, die im Rahmen der Antragsstellung entstehen, also vor allem Gebühren und Übersetzungskosten bis zu 600 Euro pro Person.