12 Tonnen werden im Laufe eines Tages per Hand gewuchtet

Die intelligente "Senshand" soll Menschen, die bei ihrer Arbeit schwere Lasten heben müssen, mithilfe eines sensorischen Handschuhs und einer seilbasierten Hebehilfe mit Kraft und Ausdauer unterstützen.

Ein Handschuhpaar mit Sensoren
12 Tonnen werden im Laufe eines Tages per Hand gewuchtet © Bildnachweiß: Patrick Stelzer, Fraunhofer IPA

Häufig werden in Lagerhallen, der Gepäckverteilung oder Postlogistik Lasten bis zu 35 kg bewegt. Über den Tag kann sich die gewuchtete Last bis zu zwölf Tonnen pro Person summieren. Diese körperliche Belastung kann zu großen Gesundheitsschäden führen, wenn Körperhaltung und Greifbedingungen nicht gut sind. Vorhandene Hebehilfen stoßen dabei schnell an Grenzen: Ihre Reaktionszeit ist zu träge und ihr Gebrauch zu umständlich, sie werden daher kaum oder gar nicht verwendet. Mit Senshand soll nun eine intelligente Hebehilfe den Menschen mit Kraft und Ausdauer unterstützen sowie Flexibilität, Koordination und Greiftechnik erhalten - mithilfe eines sensorischen Handschuhs und einer seilbasierten Hebehilfe. Die Steuerung erfolgt dabei vollständig über die im Handschuh integrierten Sensoren, sodass die taktilen Fähigkeiten des Benutzers erhalten bleiben.

SensHand soll den natürlichen Bewegungsablauf des Bedieners möglichst intuitiv nachvollziehen und so den Menschen wirkungsvoll unterstützen, beispielsweise auch zur Kompensation nachlassender körperlicher Fähigkeiten und zur Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen. Das vom BMBF geförderte Projekt unter Führung der Firma Schmalz im Schwarzwald in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Instituts IPA in Stuttgart läuft im Rahmen des Forschungsprogramms: „Technik zum Menschen bringen".