15.000 Geflüchtete nahmen an "Einstieg Deutsch"-Kursen teil

Sprachkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung für die Integration von Geflüchteten: Das Bundesbildungsministerium unterstützt sie daher im Projekt "Einstieg Deutsch" mit bundeweiten Sprachlernangeboten.

Drei Frauen sitzen vor einem Laptop.
15.000 Geflüchtete nahmen an "Einstieg Deutsch"– Kursen teil © Nola Bunke

„Einstieg Deutsch" ist ein vom BMBF initiiertes Projekt, um Geflüchteten einen Einstieg in die deutsche Sprache zu ermöglichen und eine erste soziale Orientierung zu geben. Seit Sommer 2016 haben an circa 800 bundesweiten Lernangeboten etwa 15.000 Geflüchtete teilgenommen oder damit begonnen. Die dafür entwickelte kostenfreie App gibt es in zehn Sprachen: Arabisch, Dari, Englisch, Farsi, Französisch, Kurmanci, Paschtu, Tigrinya, Türkisch und Urdu.

Die Lernangebote setzen sich zusammen aus Deutschunterricht, Phasen vertiefenden Lernens und (optionalen) Exkursionen. In den Phasen vertiefenden Lernens üben die Teilnehmenden selbstständig den zuvor vermittelten Unterrichtsstoff anhand digitaler Lernmedien. Dafür stehen die SprachApp „Einstieg Deutsch" und das Lernportal „ich-will-deutsch-lernen.de".

Das Lernangebot richtet sich an Flüchtlinge ab 16 Jahren, die noch keinen Platz in einem Integrationskurs haben. Es werden auch Lernangebote für bestimmte Zielgruppen ausgerichtet, etwa für Jugendliche, nur für Frauen oder für Menschen ohne Schriftsprachenkenntnisse.

In der Regel erstreckt sich der Kurs auf eine Zeitdauer zwischen vier bis zehn Wochen. Je nach Lernfortschritt können die Teilnehmenden die A1-Prüfung ablegen und das Zertifikat „telc Deutsch A1 für Zuwanderer" erhalten.