180 Piraten-Mannschaften entern Flüsse für die Forschung

Die Citizen-Science-Aktion „Plastikpiraten“ im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane hat bundesweit Jugendliche mobilisiert, in Bächen und Flüssen ihrer Heimatorte nach Plastikvorkommen am Ufer und im Wasser zu forschen.

Ein Junge und zwei Mädchen betrachten gesammelten Plastikmüll
180 Piraten-Mannschaften entern Flüsse für die Forschung © BMBF/Wissenschaftsjahr 2016*17

Die Citizen-Science-Aktion „Plastikpiraten“ im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane hat bundesweit Jugendliche mobilisiert, in Bächen und Flüssen ihrer Heimatorte nach Plastikvorkommen am Ufer und im Wasser zu forschen. In nur zwei Monaten im vergangenen Herbst haben sich mehr als 180 Gruppen an der Aktion beteiligt – das heißt durchschnittlich starteten drei Gruppen pro Tag.

Dabei dokumentierten sie, wie viel und welcher Müll in bestimmten Uferbereichen gefunden wurde, filterten Mikroplastikpartikel aus dem Wasser und maßen die Fließgeschwindigkeit des Gewässers. Diese Datensätze werden derzeit von der Kieler Forschungswerkstatt ausgewertet.

Neben viel Plastik und Zigarettenstummeln fischten die Plastikpiraten auch mehrere Fahrräder, eine Baustellenabsperrung, Koffer, einen Herd und sogar Heizkörper aus den Flüssen. Unter www.wissenschaftsjahr.de/jugendaktion sind alle Gruppen, ihr Untersuchungsort und die Befunde auf einer Deutschlandkarte zu sehen, Beweisfotos inklusive. In den nächsten Wochen werden erste Ergebnisse der groß angelegten Studie vorliegen, über die wir berichten werden.

Die Aktion wird nun im Frühjahr wiederholt. Vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2017 können Plastik-Piraten wieder Flüsse und Bäche entern und der Forschung einen großen Dienst erweisen.