19 Länder weltweit fördern die berufliche Bildung nach deutschem Vorbild

Von Costa Rica bis Griechenland: Das Bundesbildungsministerium hat mit zahlreichen Staaten Abkommen geschlossen, die die Zusammenarbeit in der Berufsbildung bekräftigen. Denn das duale System steht für eine  geringe Jugendarbeitslosigkeit.

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Das deutsche Modell der beruflichen Bildung findet in immer mehr Ländern Nachahmung. Mit dem dualen System werden eine geringe Jugendarbeitslosigkeit und eine hohe Wettbewerbsfähigkeit verbunden, sodass viele Länder in Zusammenarbeit mit Deutschland ihr Berufsbildungssystem reformieren möchten.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat bislang mit 19 Staaten Abkommen geschlossen, die die Zusammenarbeit in der Berufsbildung bekräftigen - wie mit Mexiko, den USA, Indien oder Costa Rica. In Tunesien wird beispielsweise für technische Berufe wie Industriemechaniker und Mechatroniker modellhaft ein Berufsbildungskonzept entwickelt und implementiert.

Auch in Europa laufen verschiedene Kooperationen:  Mit dem Projekt VETnet an der Auslandshandelskammer in der Slowakei wird daran gearbeitet, in Ausbildungsberufen in der Automobilindustrie einen Praxisanteil von 50% einzuführen. In Griechenland werden im Projekt GRAEDUCATION neue Bildungsdienstleistungen in umwelttechnischen Berufen entwickelt und erprobt, und aus dem Projekt MENDI im Hotel- und Gaststättengewerbe sind fast alle Auszubildenden nach Abschluss ihrer Ausbildung in eine Anstellung übernommen worden.

Gleichzeitig unterstützt das BMBF mit dem Programm "Internationalisierung der Berufsbildung" deutsche Bildungsanbieter, mit Partnern im Ausland zusammenzuarbeiten und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.