192 Milliarden US-Dollar Schaden haben Stürme 2017 angerichtet

Am Karlsruher Institut für Technologie, das vom BMBF gefördert wird, betreiben Forscher ein Risikoschadensmodell, um wirtschaftliche Schäden durch Naturkatastrophen abzuschätzen. Seit 1960 sind Stürme und Sturmfluten die größten Schadensverursacher.

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192 Milliarden US-Dollar an wirtschaftlichem Schaden haben Stürme mit Wind und Überflutungen wie Maria, Irma und Harvey im Jahr 2017 bis jetzt verursacht. © © BMBF/NOAA/NASA

192 Milliarden US-Dollar Schaden haben Stürme 2017 angerichtet. Das sind ca. 9% der gesamten Sturmschäden seit 1900 laut CATDAT. Diese Naturkatastrophen-Datenbank umfasst 60.000 Einträge, darin sind Erdbeben, Fluten und Stürme seit dem Jahr 1900 als Referenzpunkte des Modells hinterlegt. Zudem greift es auf Gebäudedaten,  den Human Development Index (HDI) oder die Bruttoinlandsprodukt für die Berechnungen zurück. Laut CATDAT geht ein Drittel des wirtschaftlichen Gesamtschadens von 7 Billionen Dollar seit dem Jahr 1900 auf das Konto von Flutkatastrophen. Erdbeben verursachen 26 Prozent der Schäden, Stürme 19 Prozent, Vulkanausbrüche machen lediglich ein Prozent aus.

Während auf den gesamten Zeitraum gesehen Flutkatastrophen die größten Verursacher wirtschaftlicher Schäden sind, geht  seit 1960 mit 30 Prozent der größte Anteil auf Stürme und Sturmfluten zurück. Sturm Harvey (2017) wird auf einen Schaden von mehr als 60 Milliarden US-Dollar geschätzt und ist damit weltweit auf Platz vier, der letzte Sturm Maria wird auf 23 Mrd. $ geschätzt. Diese aktuellen Schadensschätzungen basieren auf einem Risikoschadensmodell, das der Forscher James Daniell beim Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das vom BMBF gefördert wird, betreibt.

Weitere Informationen: http://www.gpi.kit.edu/NaturgefahrenUndRisiken.php