2 Tage Fasten die Woche hilft dem Stoffwechsel

Das sogenannte Intervallfasten kann helfen, Fettzellen abzubauen und den Blutzuckerspiegel zu senken. Warum das so ist, wird am Helmholtz Zentrum München untersucht, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird.

Eine Fettleber, Grün sind Fett-Tropfen in einer Leber
Fettleber, Grün sind Fett-Tropfen in einer Leber © Institute for Diabetes and Cancer IDC Helmholtz Center Munich

Aschermittwoch läutet traditionell die Fastenzeit ein. Fasten hat einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel, selbst über einen relativ kurzen Zeitraum. Das sogenannte Intervallfasten, also beispielsweise zwei Tage die Woche (48 Stunden!) kann helfen, den Stoffwechsel positiv zu unterstützen.

Warum das so ist, wird am Helmholtz Zentrum München untersucht, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung, die vom Bundesforschungsministerium gefördert werden.

Die Wissenschaftler zeigten, dass speziell das Protein GADD45β mit der Fettanreicherung in der Leber und einen erhöhten Blutzuckerspiegel zusammenhängt. Modellversuche zeigten, dass Mäuse, denen das Gen fehlte, leichter eine Fettleber entwickelten. Auch beim Menschen konnten die Wissenschaftler das Ergebnis bestätigen: Niedrige GADD45β-Spiegel gingen mit erhöhten Leberfettwerten und Blutzuckerspiegel einher. Der durch Fasten verursachte Stress auf die Zellen der Leber aber kurbelt die Produktion von GADD45β an: Je mehr Hunger, desto öfter produzierten die Zellen das Protein – wodurch Fettzellen abgebaut werden und der Blutzuckerspiegel sinkt. Diese Erkenntnisse wollen die Forscher nun nutzen, um die positiven Effekte von Nahrungsentzug mit Wirkstoffen nachzuahmen.