200 Kilometer legt der Forschungseisbrecher Polarstern auf einer Eisscholle zurück

Welchen Effekt haben Wolken auf die Klimaerwärmung in der Arktis? Wie lebt der Polardorsch unter dem ewigen Eis? Um das und mehr herauszufinden, lassen sich Forscher mit der Polarstern auf einer Eisscholle einfrieren und durch die Arktis treiben.

Drei Forscher Installieren Untereissensoren während im Hintergrund das Forschungseisbrecher im Eis steht.
Personen: Joern Patrick Meyer (links), Frank Wenzhoefer (mite), Axel Nordhausen (rechts)Installation von Untereissensoren waehrend einer EisstationInstallation of under-ice sensors during an ice station. © Stefan Hendricks/Alfred-Wegener-Institut

Ozeanographen, Meeresbiologen und Wolkenforscher haben sich Anfang des Monats mit der Polarstern auf einer Eisscholle einfrieren lassen. Nun driften sie zwei Wochen lang mit dem Eis durch die Arktis. Insgesamt werden sie dabei 200 Kilometer mit dem Eis zurücklegen.

Dabei führen sie Messungen über und unter dem Eis durch: Biologen erforschen den Polardorsch unter dem Eis, Meeresphysiker lassen einen unbemannten Tauchroboter durch ein Loch im Eis unter die Scholle und untersuchen das Meereseis. Außerdem vermessen Wolkenforscher mit einem Fesselballon und Messdrohnen die Atmosphäre bis in 1500 Meter Höhe.

So wollen die Wissenschaftler herausfinden, ob Wolken einen verstärkenden Effekt auf die Klimaerwärmung in der Arktis haben und welche Lebensbedingungen dort zu Beginn der Schmelzperiode herrschen.