377,5 Terawattstunden aus erneuerbaren Energien wurden 2015 verbraucht

Das Bundesforschungsministerium geht in die "Energieoffensive 2030": Die Kopernikus-Projekte, die größte Forschungsinitiative zur Energiewende, sollen erneuerbaren Energiequellen den Weg in den Wärme- und Verkehrssektor ebnen.

Windmühlen hinter dem Deich
377,5 Terawattstunden aus erneuerbaren Energien wurden 2015 verbraucht © CC0

Eine Terawattstunde – TWh – entspricht einer Milliarde Kilowattstunden. Wind, Sonne, Biomasse decken fast 15 Prozent unseres Bruttoendenergieverbrauchs – insgesamt 377,5 TWh. Beim Stromverbrauch stammt fast jede dritte verbrauchte Kilowattstunde aus erneuerbaren Energiequellen – 2015 insgesamt 187,3 TWh. Genug, um die Stadt Hamburg 15 Jahre lang mit Strom zu versorgen.

Aber auch im Wärme- und Verkehrssektor müssen die Erneuerbaren Fuß fassen. Dies ist eine der großen Herausforderungen der Energiewende – genauso wie die Anpassung von energieintensiven Produktionsanlagen etwa in der Stahl- oder der Chemiebranche an das schwankende Energieangebot der Erneuerbaren oder die Speicherung und Übertragung großer Mengen an Energie.

Wie das gelingt – darauf sollen die Kopernikus-Projekte des BMBF eine Antwort geben. In der größten Forschungsinitiative zur Energiewende sollen vier auf zehn Jahre angelegte Projekte mit über 260 Partnern Lösungen in den Bereichen Netze, energieflexible Industrie, Power-to-X und Systemforschung in einem klima- und industrierelevanten Maßstab Wirklichkeit werden lassen.

Heute startet der Zukunftskongress Energieoffensive 2030, in der die vier großen Kopernikus-Projekte über ihre Forschungs- und Entwicklungspläne berichten und über weitere Möglichkeiten der die Sektorkopplung und Systemintegration diskutiert wird.