Innovationskonferenz: Deutschland und China als strategische Partner

Forschungsstaatssekretär Georg Schütte und der chinesische Wissenschaftsminister Wan Gang haben in Berlin die „4. Deutsch-Chinesische Innovationskonferenz“ eröffnet.

Staatssekretär Georg Schütte und der chinesische Wissenschaftsminister Wan Gang auf der Konferenz in Berlin. © André Wagenzik

China und Deutschland sind bedeutende Innovationstreiber. Gleichzeitig sehen sie sich vielfältigen nationalen wie globalen Herausforderungen gegenüber: Demografie, Digitalisierung und Klimawandel. Im weltweiten Wettbewerb gilt es für beide, die eigene Innovationskraft zu stärken und sich in Forschung und Entwicklung weiter zu vernetzen. Dafür investieren beide Länder viel.

Mit Wissenschaftlern, Institutionen und Unternehmen

Innovationsforschung und Innovationspolitik sowie die Industrieforschung wurden darum schon 2011 als Schwerpunkte der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit vereinbart. Bei den 1. Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen 2011 verabredete das Bundesforschungsministerium mit dem chinesischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie eine „Deutsch-Chinesischen Plattform Innovation“ aufzubauen. Mit dieser Plattform verfolgen beide Länder das Ziel, Deutschland und China als strategische Partner in der Innovationspolitik zu verbinden und Wissen auszutauschen. An der Plattform beteiligen sich führende Wissenschaftler, Institutionen und Unternehmen beider Länder.

Strategischer Partner in der Innovationspolitik

Bei der Innovationskonferenz in Berlin wollen sie nun die Kooperationen im Bereich Innovationsforschung vertiefen und gleichzeitig die Zusammenarbeit in konkreten Technologiefeldern konkretisieren. Wichtige Anknüpfungspunkte zwischen den Nationen sind Industrie 4.0, Automatisierungs- und Umwelttechnik sowie Elektromobilität. Dabei ist China für Deutschland ein attraktiver Partner für einen strategischen Austausch. Und Deutschland kommt eine Schlüsselrolle bei der Innovationsentwicklung in China zu. Forschung und Technologie „Made in Germany“ ist in China gefragt.

Die China-Strategie des Bundesforschungsministeriums

Die verschiedenen Formen der Zusammenarbeit der Bundesregierung mit China in Forschung, Wissenschaft und Bildung werden in der China-Strategie des Bundesforschungsministeriums gebündelt. Darin sind wichtige Aktionsfelder bis 2020 definiert. So sollen gemeinsame Rahmenbedingungen für die Forschungsförderung in China und Deutschland geschaffen und künftig abgestimmt bekannt gegeben werden. Zudem wird angestrebt, die Technologiekooperationen bei wichtigen Schwerpunkten zu intensivieren, zum Beispiel zu den Themen Intelligente Fertigung und Smart Services. Weiteres Ziel ist es, gemeinsam Konzepte für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu erarbeiten. Innovative Umwelttechnologien und neue Planungsansätze für die Stadt der Zukunft können in den schnellwachsenden Städten Chinas unter realen Bedingungen erprobt werden, etwa Maßnahmen für sauberes Wasser.

4. Deutsch-Chinesische Innovationskonferenz

Seit der Gründung der Deutsch-Chinesischen Plattform Innovation im Jahr 2011 sind die wechselseitig in China und Deutschland organisierten Konferenzen Meilensteine der bilateralen Innovationskooperation. Nach mittlerweile drei Deutsch-Chinesischen Innovationskonferenzen und einem beständigen Austausch der beteiligten deutschen und chinesischen Akteure haben beide Seiten bekräftigt, die Kooperation in der Innovationsforschung zu vertiefen. Zudem soll der Teilnehmerkreis erweitert, ein Brückenschlag zu konkreten Technologien vollzogen und die globalen Herausforderungen sollen zusammen angegangen werden.