400. Professur geht an eine MINT-Frau

Die Ingenieurin Christina Dornack von der TU Dresden übernimmt den Lehrstuhl für Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Es ist die 400. Berufung im Professorinnenprogramm von Bund und Ländern. Dornack erforscht, wie sinnvolles Recycling Ressourcen schont.

Christina Dornack lehrt an der TU Dresden.
Christina Dornack lehrt an der TU Dresden. © TU Dresden

So können weibliche Karrieren in der Wissenschaft aussehen: Christina Dornack von der Technischen Universität Dresden ist die 400. Professorin, deren Berufung im Rahmen des Professorinnenprogramms von Bund und Ländern gefördert wird. Dornack ist eine der noch immer wenigen Frauen, die in MINT-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – forschen und arbeiten. Sie übernimmt den Lehrstuhl für Abfall- und Kreislaufwirtschaft am Institut für Abfallwirtschaft und Altlasten.

Christina Dornack hat Wasserwirtschaft an der TU Dresden studiert. Ihre Doktorarbeit hat sie über „Thermophile Vergärung von Mischsubstraten“ geschrieben. Nach längerer Zeit am Fraunhofer IKTS in Dresden arbeitete sie sechs Jahre als Wissenschaftlerin an der TU Dresden. Als Juniorprofessorin für Abfall- und Bioenergiewirtschaft an der BTU Cottbus habilitierte sie sich zum Thema abfallwirtschaftliche Biogasanlagen. Ihr Forschungsinteresse liegt ganz besonders bei der Bioabfallwirtschaft und der industriellen Abfallwirtschaft. Sie erforscht, wie man aus Abfällen wieder Energie gewinnen kann und wie man Kompostierungsanlagen so umrüstet, dass sie Biogas erzeugen.

Spitzenförderung und Chancengleichheit

„Es gibt zwar heute mehr Frauen unter den Studienanfängern als Männer, aber im Lauf der akademischen Karriere gehen noch immer zu viele Frauen der Wissenschaft verloren. Frau Professor Dornack ist ein gutes Beispiel dafür, wie mit dem Professorinnenprogramm gerade in den technisch-naturwissenschaftlichen Fächern mehr Frauen in Spitzenpositionen gekommen sind. Diese Professorinnen sind besondere Rollenvorbilder für Studentinnen und Studenten“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Man ist nur in den Dingen gut, die einem auch Spaß machen. Und das Erarbeiten klarer Lösungen, die man durch Berechnungen herleiten kann, hat mir immer am meisten Freude bereitet. Im Berufsleben habe ich gelernt, dass diese rein naturwissenschaftliche Sichtweise nicht die einzig Richtige ist. Aber es bleibt für mich die schönste Art, an einer Lösung zu arbeiten.

Christina Dornack