46,4 Tonnen wiegt der Demonstrator für den Straßenbau

Mit steigender Verkehrsbelastung gehen auch Straßenschäden einher. Um diese Schäden möglichst schnell und langlebig zu beheben, entwickeln Materialforscherinnen und -forscher ein innovatives Fertigteilsystem zur Erneuerung von Straßenbefestigungen.

Mobiler Einsatzkran im Einsatz bei Autobahnbau
46,4 Tonnen wiegt der Demonstrator für den Straßenbau Demonstrator © Bild: VDI Technologiezentrum GmbH

Die Verkehrsbelastung hat sich während der vergangenen 30 Jahre verfünffacht. Für die nächsten 30 Jahre wird eine Verdopplung des Schwerverkehrsaufkommens prognostiziert. Deshalb werden HighTech-Materialien für die zukünftige Straßenerhaltung dringend benötigt. Um diese für eine möglichst schnelle und langlebige Reparatur einzusetzen, sind umfangreiche Forschungsarbeiten und Praxistests nötig, um sowohl die verkehrsbedingten als auch die klimatischen Einwirkungen zu berücksichtigen. Im Rahmen des BMBF-Materialforschungsprojekts HESTER wurde ein innovatives Fertigteilsystem zur Erneuerung von Straßenbefestigungen mit neuen, besonders leistungsfähigen Werk- und Baustoffen erforscht und erprobt. Der Demonstrator, der auf dem Versuchsgelände der Bundesanstalt für Straßenwesen gebaut wurde, besteht aus acht Betonfertigteilen, ist 20 Meter lang und 3,90 Meter breit. Jedes einzelne der Fertigteile wiegt 5,8 Tonnen, weshalb die gesamte Konstruktion ganze 46,4 Tonnen auf die Waage bringt. Am heutigen Dienstag wird ein weiterer Demonstrator an der Bushaltestelle Bitterfeld Straße/ Wolfener Straße in Marzahn verlegt.

Die Konstruktion ist nicht nur dauerhaft und langlebig, sondern zeichnet sich außerdem durch geringen Aufwand für die Instandsetzung und eine geringe Bauzeit aus. Das hilft, Baustellenzeiten zu verkürzen und langfristig Kosten zu sparen. Das BMBF fördert dieses dreijährige Vorhaben, welches durch die Villaret Ingenieurgesellschaft GmbH, die Otto Alte-Teigeler GmbH, die Heinz Schnorpfeil Bau GmbH, die BTE Stelcon GmbH, die TU Dresden und die Bundesanstalt für Straßenwesen bearbeitet wird, mit rund 2 Millionen Euro.