48 Hochschulen zur Förderung in der ersten Wettbewerbsrunde „Innovative Hochschule“ ausgewählt

Das Auswahlgremium der Förderinitiative „Innovative Hochschule“ hat 48 Hochschulen in 19 Einzel- und 10 Verbundvorhaben zur Förderung ausgewählt. Die Bund-Länder-Initiative fördert den forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfer.

Auf einer Pressekonferenz stellen Christine Böckelmann (dtv. Vorsitzende des Auswahlgremiums), Bundesministerin Johanna Wanka und Martina Münch (Wissenschaftsministerin des Landes Brandenburg) die Auswahlergebnisse der Förderinitiative 'Innovative Hochschule' vor.
Auf einer Pressekonferenz stellen Christine Böckelmann (stv. Vorsitzende des Auswahlgremiums), Bundesministerin Johanna Wanka und Martina Münch (Wissenschaftsministerin des Landes Brandenburg) die Auswahlergebnisse der Förderinitiative "Innovative Hochschule" vor. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Das unabhängige Auswahlgremium der Förderinitiative „Innovative Hochschule" hat in einem expertengeleiteten Wettbewerbsverfahren 48 Hochschulen in 19 Einzel- und 10 Verbundvorhaben zur Förderung ausgewählt. Darunter sind 35 Fachhochschulen, 1 Kunst- und Musikhochschule sowie 12 Universitäten und Pädagogische Hochschulen. Die Gewinner der ersten Auswahlrunde wurden heute bekannt gegeben. Der Beginn der Förderung ist für Anfang 2018 geplant. Es werden für eine Förderdauer von bis zu fünf Jahren Mittel in Höhe von jährlich jeweils bis zu 2 Millionen Euro für Anträge einzelner Hochschulen und jeweils bis zu 3 Millionen Euro für Anträge von Hochschulverbünden veranschlagt.

Die Bund-Länder-Initiative zur Förderung des forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfers – „Innovative Hochschule" – wurde im Sommer 2016 von den Regierungschefinnen und -chefs von Bund und Ländern beschlossen. Sie soll Hochschulen darin unterstützen, sich im Leistungsbereich Transfer und Innovation, der auch als – neben Forschung und Lehre – „dritte Mission" der Hochschulen bezeichnet wird, zu profilieren und ihre strategische Rolle im regionalen Innovationssystem zu stärken. Bund und Länder stellen dafür bis zu 550 Millionen Euro in zehn Jahren im Rahmen von zwei Runden zur Verfügung. Die Fördermittel werden jeweils im Verhältnis 90:10 vom Bund und vom jeweiligen Sitzland der Hochschulen getragen.

„Ich freue mich sehr, dass wir aus einer sehr großen Zahl an qualitativ hochstehenden Bewerbungen heute die besten Initiativen prämieren konnten und damit die Rolle der Hochschulen als Strategiegeber im regionalen Innovationssystem stärken werden", erklärte die Vorsitzende der GWK und Wissenschaftssenatorin des Landes Bremen, Eva Quante-Brandt. „Die Bund-Länder-gemeinsame Förderinitiative hat eine breite Aktivierung der Hochschullandschaft in Deutschland bewirkt. Die große Vielfalt der Anträge stellt unter Beweis, wie breit der Transferbegriff an den Hochschulen bereits verstanden wird, der über den reinen Technologietransfer weit hinaus geht und weite Bereiche der Gesellschaft erfasst.

Vor allem die von der Initiative besonders angesprochenen Fachhochschulen und kleinere und mittlere Universitäten haben sich in großer Zahl beteiligt. Dies macht deutlich, wie groß der Bedarf an den Förderzielen und –inhalten in der Wissenschaftslandschaft ist, aber auch, wie stark die Hochschule sich bereits in ihrer Rolle als Initiator von Netzwerken in der Interaktion mit Wirtschaft und Gesellschaft verstehen. Dies ist eine gute Nachricht für die Hochschullandschaft in Deutschland."

„Ich freue mich, dass wir jetzt viele qualitativ hochwertige Vorhaben unterstützen können, um einen echten Innovationsschub beim Auf- und Ausbau der Zusammenarbeit der Hochschulen mit Wirtschaft und Gesellschaft auszulösen", sagt die stellvertretende Vorsitzende der GWK Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. „Dass insbesondere so viele Anträge von Fachhochschulen das Auswahlgremium in einem offenen Wettbewerb überzeugen konnten, beweist das besonders große Potenzial gerade dieser Hochschulen als Innovationspole mit regionaler und auch überregionaler Ausstrahlung. Mich beeindruckt aber auch die Vielfalt der eingereichten Ideen. Vom technologischen über den sozialen bis zum künstlerischen Bereich ist alles vertreten. Die ‚Innovativen Hochschulen‘ werden deshalb den Transfer von Forschungsergebnissen aus allen Wissenschaftsdisziplinen zum Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft stärken und Leuchttürme für unsere Regionen werden."

Weitere Informationen zur Förderinitiative einschließlich einer Übersicht der zur Förderung ausgewählten „Innovativen Hochschulen" können unter folgender Internetseite eingesehen werden: www.innovative-hochschule.de