500 Kilowattstunden pro Jahr ist der Energieertrag Europas erster Solarbetonwand

Beton + Sonne = Strom: Organische Solarfolien, die in Gebäudefassaden integriert werden, erzeugen Energie – sogar mehr als ihre Konkurrenten auf Siliziumbasis.

© Reckli, Herne; Heliatek, Dresden

Die neuartige Solarbetonwand besteht aus farbigen, organischen Solarfolien, die in Betonfassaden integriert werden.  Die Solarfolien sind  leicht und transparent und erzeugen rund 25 Prozent mehr Energie als ihre Konkurrenten auf Siliziumbasis. Bei einer installierten Leistung von 1 Kilowattpeak  liefert die Solarbetonwand der Firmen Heliatek aus Dresden und RECKLI  im nordrhein-westfälischen Herne im Jahr circa 500 Kilowattstunden Energie.

130 Millionen Quadratmeter Betonfassaden werden weltweit im Jahr gebaut, schätzen die Unternehmen. Das bietet enormes Potenzial für die Photovoltaik. Konventionelle Solarzellen sind allerdings schwer und verwerten schwaches Licht nicht effizient.  Der neue Solarbeton liefert auch an bewölkten Tagen deutlich mehr Energie.

Die Entwicklung der Solarfolien von Heliatek wurde durch  die „Innovationsinitiative Neue Länder“  vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. In einem weiteren BMBF-Projekt wird nun die organische Photovoltaik  an Glasfassaden untersucht.