6.600 Flüchtlinge nahmen 2016 an deutschen Hochschulen an studienvorbereitenden Sprachkursen teil

Seit einem Jahr unterstützt das Bundesbildungsministerium Flüchtlinge, die studieren wollen. Gefördert werden unter anderem Deutschkurse für akademische Zwecke, studienvorbereitende Fachkurse und die Bewertung mitgebrachter Zeugnisse.

Flüchtlinge nahmen 2016 an deutschen Hochschulenan studienvorbereitenden Sprachkursen teil
© Hagenguth/DAAD

Integra heißt das Programm, das der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) im Auftrag des BMBF durchführt, um Flüchtlinge mit einer Hochschulzugangsberechtigung oder mit Vorstudienzeiten auf ein Studium in Deutschland vorzubereiten. Bei der Auflage des Programms wurden jährlich 2.400 Personen erwartet, tatsächlich nahmen 2016 allein aus Bundesmitteln 6.600 junge Menschen an den Vorbereitungskursen teil.

Befragt wurden 172 Hochschulen und Studienkollegs, die bundesweit an Integra teilnehmen: 959 Personen besuchten einen Kurs an einem Studienkolleg, 5.645 Personen einen Kurs an einer Hochschule. Dabei besuchten 65 Prozent eine Universität, 33 Prozent eine Fachhochschule. Die größte Gruppe der geförderten Flüchtlinge kommt aus Syrien (76 Prozent), gefolgt von Afghanistan und Iran (jeweils 6 Prozent) sowie Irak (3 Prozent).

Seit einem Jahr unterstützt das BMBF Flüchtlinge, die studieren wollen. Gefördert werden Deutschkurse für akademische Zwecke sowie studienvorbereitende Fachkurse, sowie die Bewertung mitgebrachter Zeugnisse, Studierfähigkeitstests und das ehrenamtliche Engagement von Studierenden für studieninteressierte Flüchtlinge.

Für diese Maßnahmen stellt das BMBF bis 2019 bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung. Die Gesamtzahl von Flüchtlingen die regulär studieren, lässt sich nicht feststellen, da die Hochschulen den Flüchtlingsstatus nicht erheben.