60.000 Tonnen Phosphor im Klärschlamm fallen jährlich in Deutschland an

Etwa die Hälfte des Bedarfs an Mineraldüngerphosphor könnte aus dem in Klärschlämmen enthaltenen Phosphor gedeckt werden. Das Bundesforschungsministerium fördert 12 Forschungsverbünde, damit in der Wasserwirtschaft mehr Energie gespart werden kann.

© iStock

In Deutschland fallen pro Jahr etwa 1,8 Mio. Tonnen Klärschlamm (bezogen auf die Trockenmasse) aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen an.* Darin enthalten sind rund 60.000 Tonnen Phosphor, wovon ein großer Teil verloren geht:  nur etwa die Hälfte wird wieder genutzt. Für Klärschlamm werden derzeit alternative Verwertungsmöglichkeiten gesucht, da die oft noch übliche Ausbringung auf Äcker voraussichtlich stark eingeschränkt wird. Zudem sind Betreiber großer Kläranlagen zukünftig verpflichtet, den Wertstoff Phosphor aus dem Abwasser zurückzugewinnen.

Phosphor ist ein für die Landwirtschaft unerlässlicher Mineraldünger und findet  auch in vielen technischen Bereichen Verwendung. Etwa die Hälfte des deutschen Bedarfs  an Mineraldüngerphosphor könnte aus dem in Klärschlämmen und Abwässern enthaltenen Phosphor gedeckt werden und so die Abhängigkeit von ausländischen Phosphorproduzenten reduzieren.

Das  BMBF fördert insgesamt 12 Forschungsverbünde, die Lösungsansätze für einen effizienteren und ressourcenschonenden Umgang mit Energie in der Wasserwirtschaft erarbeiten.