66 Antennen hat eines der größten Teleskope der Welt - ALMA

Sie bilden das größte astronomische Observatorium seiner Art: Die 66 Parabolspiegel mit 7 bis 12 Metern Durchmesser des ALMA-Teleskopfeldes.

© ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)

Sie stehen zwischen 4.576 und 5.044 Metern Höhe in der extrem trockenen Atacama-Wüste in Chile, einem der höchstgelegenen Standorte für ein astronomisches Observatorium. Mit einer weltweit einzigartigen Technik können die über 100 Tonnen schweren Parabolantennen je nach Einsatzzweck mit zwei Spezialtransportern an verschiedene Standorte platziert und auf bis zu 16 Kilometer verteilt werden.

Mit ALMA wird erforscht, wie Sterne, Planeten und Galaxien entstehen. Dafür sind die Parabolspiegel für Licht mit Wellenlängen im Millimeter- und Submillimeterbereich ausgelegt. Daher auch der Name: „Atacama Large Millimeter/submillimeter Array". In diesem Wellenlängenbereich leuchten besonders die kalten Molekül- und Staubwolken im Kosmos, in denen Sterne entstehen, oder ferne Galaxien bei ihrer Entstehung in einer frühen Epoche des Universums vor 10 Milliarden Jahren.

ALMA ist eine der Forschungsinfrastrukturen, die das BMBF weltweit mitfinanziert. Zu solchen Anlagen gehören beispielsweise auch der Teilchenbeschleuniger LHC oder die Synchrotronlichtquelle ESRF. Mit seiner Beteiligung sichert das BMBF die deutsche Teilhabe an internationaler Spitzenforschung und fördert zukunftsweisende Innovationen. Das neue Onlineportal "Landschaft der Forschungsinfrastrukturen" zeigt, wo diese Forschungsanlagen stehen und woran dort gearbeitet wird.