Navigationsbereich


Wissenschaft

Die Umsetzung der Bologna-Reformen in Deutschland

Zum Wintersemester 2012/2013 waren rund 87 Prozent aller Studiengänge (13.900 von 16.100 Studiengängen insgesamt) an deutschen Hochschulen auf die gestufte Studienstruktur umgestellt. Insbesondere an den Fachhochschulen ist die Umstellung schon so gut wie abgeschlossen. Der Großteil der nicht umgestellten Studiengänge an den Universitäten führt zu staatlichen bzw. kirchlichen Abschlüssen.

Die Mehrzahl der Bachelor-Studiengänge ist mit einer Regelstudienzeit von sechs Semestern konzipiert. Immerhin rund 22 % der Bachelor-Studiengänge sind aber auf sieben Semester, weitere 8 % auf acht Semester ausgelegt. Das Master-Studium ist dementsprechend vorwiegend auf 4 Semester ausgelegt; es gibt aber auch Masterstudiengänge von 3 oder 2 Semestern Länge.

Der Anteil von Studierenden in neuen Studiengängen lag gemessen an der Gesamtstudierendenzahl im Wintersemester 2011/2012 bei 68%. Mehr als vier Fünftel der Studienanfänger immatrikulierten sich in einem umgestellten Studiengang (83,6%). Bei den Absolventen lag der Anteil der neuen Studiengänge im Jahr 2011 bei 53%. Insgesamt belegen die Zahlen eine große Dynamik bei der Einführung der gestuften Studienstruktur, die sich in den kommenden Jahren auch bei den Absolventenzahlen niederschlagen wird.

Die öffentliche Debatte zur Umsetzung der Bologna-Reformen beschäftigt sich mit Fragen der Studienorganisation, mit der Akzeptanz des Bachelor-Abschlusses und mit der Zahl der Master-Studienplätze. Um die Studierbarkeit der Studiengänge zu verbessern, die Prüfungsdichte zu verringern und Mobilität und Anerkennung zu erleichtern, hat die Kultusministerkonferenz (KMK) die Ländergemeinsamen Strukturvorgaben zur Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2003/2003_10_10-Laendergemeinsame-Strukturvorgaben.pdf) neu gefasst. Auch im Rahmen der Akkreditierung wird der Studierbarkeit mehr Bedeutung zugemessen. Die Länder haben außerdem durch Erhebung festgestellt, dass rechnerisch für jeden interessierten Bachelor heute ein Masterstudienplatz zur Verfügung steht.

Hochschulen, Politik und Arbeitgeber setzen sich dafür ein, den Bachelor zu einem attraktiven berufsbefähigenden Abschluss zu machen und gleichzeitig attraktive Möglichkeiten für wissenschaftliche Weiterbildung und Karrieren in der Wissenschaft über Master und Promotion zu schaffen.

Zusatzinformationen

English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/7222.php)

 

© 2014 Bundesministerium für Bildung und Forschung