75.000 Seiten von Humboldts Nachlass wurden digitalisiert

Rund 22.000 Blatt umfasst der Nachlass Alexander von Humboldts. Das BMBF hat das Forschungsprojekt der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz und der Universität Potsdam mit drei Millionen Euro gefördert.

Alexander von Humboldt – Amerikanische Reisetagebücher neun in Leder gebundene Bände
Alexander von Humboldt – Amerikanische Reisetagebücher neun in Leder gebundene Bände © Abbildung: Staatsbibliothek zu Berlin - PK

Rund 22.000 Blatt umfasst der in der Staatsbibliothek zu Berlin befindliche Teil des Nachlasses Alexander von Humboldts. Etwa halb so groß ist der in der Krakauer Jagiellonen-Bibliothek verwahrte Nachlassteil mit etwa 11.000 Blatt, der ebenfalls erschlossen, restauriert und digitalisiert wurde. Insgesamt wurden rund 75.000 Scans der teilweise überaus komplexen Dokumente erstellt.

Zahlreiche Briefe, Notizen und Zeichnungen hat der Universalgelehrte Alexander von Humboldt hinterlassen. Herzstück des Nachlasses sind die Amerikanischen Reisetagebücher, die auf seiner Entdeckungsreise durch Mittel- und Südamerika von 1799 bis 1804 entstanden sind. Humboldts Reise war die erste überhaupt, die rein wissenschaftlichen Zwecken diente. Er führte dabei akribisch Tagebuch, und ließ die Aufzeichnungen nach der Reise fest binden. Heute können sie nun in bester Qualität von allen Liebhabern der Naturwissenschaften und der Künste digital angeschaut und studiert werden.

Drei Jahre hat die wissenschaftliche Untersuchung und Digitalisierung gedauert. Das BMBF hat das Forschungsprojekt der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz und der Universität Potsdam mit drei Millionen Euro gefördert. Im Fokus stand dabei neben dem Inhalt auch die spezifische Materialität der Tagebücher: Welche Schreibwerkzeuge, Tinten und Papierarten nutzte er beispielsweise? Und was sagen diese Informationen über die Entstehung der Tagebücher aus?

Heute findet die Abschlusskonferenz dieser einmaligen Forschung statt.