84.000 Enzyme umfasst die Datenbank BRENDA

Enzyme sind echte Supertalente: Die Biokatalysatoren lassen sich nutzen, um Produkte umzubauen, abzubauen oder zu veredeln. Die BRENDA-Datenbank der TU Braunschweig ist das weltweit wichtigste Informationssystem für diese Supertalente.

Struktur einer Baeyer-Villinger-Monooxygenase, Enzymicals AG, Greifswald
Struktur einer Baeyer-Villinger-Monooxygenase, Enzymicals AG, Greifswald © Struktur einer Baeyer-Villinger-Monooxygenase, Enzymicals AG, Greifswald

Enzyme erleichtern als Katalysatoren biologische Reaktionen. Sie sind von zentraler Bedeutung für eine Wirtschaft, die auf nachwachsende Rohstoffe setzt und biologische Ressourcen aus Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen nutzt.

Traditionell sind Enzyme unverzichtbare Helfer bei der Herstellung von Lebensmitteln wie etwa Brot oder Käse. Die Biokatalysatoren lassen sich aber auch nutzen, um Produkte umzubauen, abzubauen oder zu veredeln. Verbraucher profitieren beispielsweise von Enzymen im Waschpulver: Sie entfernen zuverlässig Flecken und sind umweltfreundlich, weil sie bereits bei niedrigen Temperaturen wirken und biologisch abbaubar sind. Für die molekularbiologische Forschung sind Enzyme wahre High-Tech-Werkzeuge.

Die an der Technischen Universität Braunschweig angesiedelte Datenbank BRENDA ((BRaunschweig ENzyme DAtabase) erfasst weit mehr als nur die Abfolge der Bausteine in den Enzymen, zum Beispiel auch experimentelle Daten. Mehr als 150 Millionen Einzeldaten über die sogenannten Biokatalysatoren stehen hier zur Verfügung. Das BMBF unterstützt den Auf- und Ausbau der Datenbank in Deutschland bereits seit 28 Jahren. BRENDA gilt als das weltweit wichtigste Informationssystem für Enzyme.