Als Mechatronikerin nach Mexiko? Als angehender Hotelfachmann nach China?

Die IBS – Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung – informiert zu ausbildungsbezogenen Auslandsaufenthalten. Finanziell gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Zwei Auszubildende mit Ausbilder © Adobe Stock / goodluz

Internationale Berufskompetenz erwerben

Eine zukunftsfähige Berufsausbildung bereitet auf die Anforderungen einer zunehmend internationalisierten Arbeitswelt vor. In der Kundenbetreuung und für die Mitarbeit in internationalen Projektteams sind berufsbezogene Fremdsprachenkenntnisse, spezifische Marktkenntnisse und interkulturelle Kompetenz erfolgsentscheidend. Auslandserfahrung, die schon in der Ausbildung erworben wird, qualifiziert für diese Aufgaben und ermöglicht etwa das Erlernen spezieller Handwerkstechniken. Der erlebte Perspektivwechsel erweitert soziale und personale Kompetenzen. Das Angebot von Auslandsaufenthalten während der Ausbildung, wie sie auch während eines Hochschulstudiums üblich sind, stärkt zudem die Attraktivität der beruflichen Bildung insgesamt sowie die Attraktivität von Ausbildungsbetrieben.

Lernaufenthalte in außereuropäischen Ländern haben Entwicklungspotenzial

Bereits im Jahr 2013 empfahl der Deutsche Bundestag, dass im Abschlussjahrgang 2020 mindestens 10 Prozent der Auszubildenden über Auslandserfahrung verfügen sollten. Nach aktuellen Hochrechnungen der NA beim BIBB liegt die Mobilitätsquote des Abschlussjahrgangs 2019 bei rund 7 Prozent. Für die Finanzierung und Qualitätsentwicklung beruflicher Lernaufenthalte ist das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ ein starkes Fundament. Entsendungen in außereuropäische Länder haben hingegen noch Entwicklungspotential. Das BMBF-Programm AusbildungWeltweit eröffnet hier neue Perspektiven. Daneben gibt es zahlreiche kleinere Programme und Fördertöpfe, die für Ausbildungsphasen und Qualifizierungszeiten im Ausland genutzt werden können.

Serviceangebote der IBS für Qualifizierungszeiten im weltweiten Ausland

Als zentrale Servicestelle unterstützt die IBS bei Planung und Durchführung von Ausbildungs- und Qualifizierungszeiten am „Lernort Ausland“. Sie richtet sich an jugendliche Lernende, Fachkräfte, berufliche Schulen, ausbildende Unternehmen sowie Mittler/-innen in der öffentlichen Verwaltung und in Verbänden. Herzstück des Informationsangebots ist die IBS-Datenbank, die mehr als 70 Programme und Finanzierungshilfen abbildet und vergleichbar macht. Ergänzt wird das Online-Angebot durch eine Beraterlandkarte für die Suche nach Ansprechpersonen in der Region. Die persönliche Beratung über eine Telefon-Hotline rundet das Angebot ab. Mit ihren Netzwerk- und Impulsveranstaltungen ist die IBS auch Schnittstelle für den bundesweiten Erfahrungsaustausch zur Internationalisierung der Berufsausbildung.