Anja Karliczek ist neue GWK-Vorsitzende

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat den Vorsitz der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz für das Jahr 2018 übernommen. Sie freue sich, mit den Ländern über die Zukunft von Wissenschaft, Forschung und Innovationen zu sprechen, sagte sie.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek ist im Jahr 2018 die Vorsitzende der GWK. © BMBF / Hans-Joachim Rickel
In Berlin tagt erstmals unter Vorsitz von Bundesministerin Anja Karliczek die GWK. © BMBF / Hans-Joachim Rickel

In der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) stehen in den kommenden beiden Jahren Entscheidungen an, die das Wissenschaftssystem in Deutschland im nächsten Jahrzehnt prägen werden: Zum einen laufen im Jahr 2020 viele der bisherigen erfolgreichen Bund-Länder-Programme aus, so der Hochschulpakt 2020, der Pakt für Forschung und Innovation und der Qualitätspakt Lehre. Um den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen frühzeitig Planungssicherheit zu geben, wird die GWK ihre Beratungen über die Nachfolgevereinbarung zum Hochschulpakt, zum Pakt für Forschung und Innovation und zum Qualitätspakt Lehre im Frühjahr 2019 abschließen und den Regierungschefinnen und -chefs des Bundes und der Länder zu ihrer Sitzung im Juni 2019 vorlegen. Die GWK wird zur Förderung der Fachhochschulen im November 2018 sowohl eine Vereinbarung über die Förderung der angewandten Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen als auch über die Förderung der Personalgewinnung und -entwicklung an Fachhochschulen beschließen. Zum anderen gilt es, gemeinsam Lösungen für neue Herausforderungen wie die Digitalisierung zu erarbeiten, zum Beispiel im Bereich der Forschungsinfrastrukturen. Im Jahr 2018 hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek den Vorsitz der GWK inne. Stellvertretende Vorsitzende ist Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen.

„Die Agenda für die Bund-Länder-Verhandlungen in der GWK ist für die kommenden Jahre prall gefüllt“, so die GWK-Vorsitzende. „Ich freue mich darauf, mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus den Ländern über die Zukunft von Wissenschaft, Forschung und Innovation in Deutschland ins Gespräch zu kommen. Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam viel erreichen können. Das wird uns gelingen, wenn wir gemeinsam unsere Verantwortung wahrnehmen, das deutsche Hochschul- und Wissenschaftssystem weiter zu stärken und international wettbewerbsfähig zu halten. Dabei gehe ich natürlich auch von einer angemessenen finanziellen Beteiligung der für die Hochschulen verantwortlichen Länder aus.“

Die nächsten Sitzungen der GWK finden am 29. Juni 2018 und am 16. November 2018 statt.