Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF)

Aufgaben:

In enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) engagiert sich die AiF von Beginn an für die Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), in der vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einer Branche oder eines Technologiefeldes unter dem Dach der AiF vorwettbewerblich zum Zweck der gemeinsamen Forschung zusammenarbeiten.

Bereits seit 1978 fungiert die AiF darüber hinaus auch als Projektträger firmenspezifischer Maßnahmen des Bundes zur Förderung von FuE in KMU. Gegenwärtig ist die AiF-Tochter AiF Projekt GmbH beliehener Projektträger des BMWi für das Kooperationsmodul des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM-KOOP).

Als Projektträger des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) betreute die AiF-Tochter AiF Forschung • Technik • Kommunikation (AiF F•T•K) GmbH von  1996 bis 31. März 2012  das Förderprogramm "Forschung an Fachhochschulen" (FH-Forschung), das insbesondere mit den Förderlinien FHprofUnt und IngenieurNachwuchs die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft förderte. Im Auftrag der EU-Kommission koordiniert die AiF F·T·K GmbH ein European Research Area Networking (ERA-NET) im Bereich der Industriellen Gemeinschaftsforschung mit dem Namen CORNET (Collective Research Networking).

Gründung:

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke " e.V. (AiF) wurde am 22. Juni 1954 als Dachorganisation von 20 der damals in der Bundesrepublik Deutschland bestehenden industriellen Forschungsvereinigungen gegründet. 2010 wurde ihre Berliner Geschäftsstelle als AiF Projekt GmbH ausgegründet, 2011 die Projektträgerschaft FH-Forschung als AiF Forschung · Technik · Kommunikation GmbH. Beide Gesellschaften sind als hundertprozentige Töchter weiterhin eng mit dem AiF e.V. verbunden.

Mitglieder:

Rund 100 Forschungsvereinigungen aus unterschiedlichen Branchen und übergreifenden Technologiefeldern mit 48 eigenen Forschungseinrichtungen und insgesamt über 1.200 eingebundenen Forschungsstellen sind heute ordentliche Mitglieder der AiF.

Finanzierung:

Die Arbeit der AiF wird teils durch die mittelständische Industrie und teils durch den Bund finanziert. Bei der branchenweiten IGF fließen die öffentlichen Mittel ausschließlich in die Förderung einzelner Forschungsvorhaben. Der damit verbundene Organisationsaufwand und das dahinter stehende Innovationsnetzwerk werden aus industriellen Eigenleistungen finanziert. Zudem steuert die Wirtschaft auch vorhabenbezogene Aufwendungen aus eigenen Mitteln bei. Bei den firmenspezifischen und fachhochschulorientierten Fördermaßnahmen erhalten die Tochtergesellschaften der AiF als Projektträger Kostenersatz seitens der beauftragenden Ministerien. Insgesamt vergibt die AiF rund 0,5 Mrd. EUR öffentlicher Fördermittel pro Jahr.

Struktur:

In der Satzung der AiF sind folgenden Organe verankert: Mitgliederversammlung, Präsidium, Kuratorium, Wissenschaftlicher Rat, Geschäftsführerbeirat, Ausschuss für Industrielle Gemeinschaftsforschung.