Asiatisch-europäische Bildungszusammenarbeit

Das Asia-Europe Meeting (ASEM) ist ein informelles Dialogforum der Staats- und Regierungschefs aus Europa und Asien. Auch in der beruflichen Bildung und der Hochschulbildung wird die Zusammenarbeit in diesem Rahmen gestärkt.

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Das Asia-Europe Meeting (ASEM) ist ein informelles Dialogforum der Staats- und Regierungschefs aus Europa und Asien und besteht seit 1996. Es umfasst derzeit 28 EU-Staaten, Norwegen, die Schweiz und die Europäischen Kommission sowie die zehn ASEAN-Staaten, Australien, Bangladesch, China, Indien, Japan, Kasachstan, Korea, die Mongolei, Neuseeland, Pakistan, Russland und das ASEAN-Sekretariat.

Die zuständigen Fachminister der mittlerweile 51 ASEM-Mitgliedsstaaten, Vertreter der Europäischen Kommission und des ASEAN-Sekretariates treffen sich alle zwei Jahre, um zukünftige Kooperationsziele festzulegen. Begleitet und koordiniert wird dieser Dialog vom ASEM-Bildungssekretariat, das von 2009 bis 2013 vom Bundesforschungsministerium beim DAAD mit Sitz in Bonn eingerichtet wurde. Seit Oktober 2013 bis 2017 wird das Bildungssekretariat von Indonesien fortgeführt.

Bildung und Ausbildung

Bildung und Ausbildung stehen seit 2006 als ein Schwerpunktbereich auf der Agenda und werden seit 2008 in regelmäßigen Fachministertreffen inhaltlich vertieft. Die für Bildungsfragen zuständigen Minister trafen sich erstmals auf Einladung Deutschlands 2008 in Berlin (ASEMME1/Asia-Europe Meeting of Ministers for Education). Seitdem hat es vier weitere Treffen gegeben: ASEMME2 in Hanoi (Vietnam) 2009, ASEMME3 in Kopenhagen (Dänemark) 2011, ASEMME4 in Kuala Lumpur (Malaysia) 2013 und ASEMME5 in Riga (Lettland) 2015.

Die konkreten Arbeitsfelder der Zusammenarbeit im Bildungsbereich sind:

  • Qualitätssicherung und Anerkennung von Leistungspunkten
  • Kooperation zwischen Hochschulen und der Wirtschaft
  • berufliche Bildung
  • lebenslanges Lernen
  • Mobilität

2017 steht die nächste Konferenz an, die das koreanische Bildungsministerium zusammen mit dem ASEM-Bildungssekretariat organisiert. Hier werden sich die Bildungsministerinnen und Bildungsminister einen Überblick darüber verschaffen wie die in Riga angekündigten Initiativen umgesetzt worden sind.