Auf dem Weg zum 10 Prozent Ziel

Ausgaben für Bildung und Forschung in Deutschland auf 245 Milliarden Euro angewachsen / Wanka: „Investitionen sind wichtige Gemeinschaftsleistung“

Bund, Länder, Kommunen, Wirtschaft und private Haushalte in Deutschland haben im Jahr 2011 insgesamt 245,1 Milliarden € in Bildung und Forschung investiert. Das sind rund 31 Milliarden Euro mehr, als noch im Jahr 2008 (Plus 14,4 Prozent). Diese Zahlen hat heute das Statistische Bundesamt veröffentlicht. Im Jahr 2008 hatten Bund und Länder auf dem Bildungsgipfel vereinbart, dass ab 2015 jährlich zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Bildung und Forschung fließen sollen. Seitdem wurden die Ausgaben jährlich um rund 10 Milliarden Euro erhöht. „Die Investitionen in Bildung und Forschung sind eine wichtige Gemeinschaftsleistung verschiedener Beteiligter. Damit sind wir dem 10 Prozent Ziel ein weiteres Stück näher gekommen“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. „Allein der Bund hat in dieser Legislaturperiode zusätzlich über 13 Milliarden Euro und damit mehr als jemals zuvor in Bildung und Forschung investiert. Dass wir auch weiterhin Kurs halten, zeigen die Ergebnisse der erfolgreich abgeschlossenen Verhandlungen zum Hochschulpakt.“

Im Jahr 2011 betrugen die Bildungs- und Forschungsausgaben in Relation zum Bruttoinlandsprodukt 9,5 Prozent, in 2010 waren es noch 9,4 Prozent. Diese Steigerung ist umso bemerkenswerter, da das BIP von 2010 auf 2011 immer noch vergleichsweise stark – nämlich um 3,9 Prozent - gestiegen war. Das heute veröffentlichte Budget enthält auch die aktuellsten Zahlen zum 3%-Ziel für Forschung und Entwicklung (FuE): So betrugen die FuE-Ausgaben in Deutschland in 2011 insgesamt 75,5 Milliarden Euro bzw. 2,91 Prozent des BIP. Diese Entwicklung macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Allein zwischen 2005 und 2011 sind in Forschung und Entwicklung 92.000 neue Jobs entstanden – ein Plus von 19 Prozent.

Auch aus dem Schulbereich gibt es Positives zu berichten: So gaben die öffentlichen Haushalte im Jahr 2010 durchschnittlich 5.800 Euro für die Ausbildung eines Schülers/einer Schülerin an öffentlichen Schulen aus. Das sind 300 Euro bzw. rund 5,5 Prozent mehr als in 2009.

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