Aufbau eines Deutschen Internet-Instituts

Wie wird der digitale Wandel Gesellschaft, Politik und Wirtschaft verändern? Antworten soll zukünftig das Deutsche Internet-Institut liefern.

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Wie können wir in einer Zeit von Big Data unsere persönlichen Daten schützen? Und wie können Bürger die schier unbegrenzten Möglichkeiten des Internets nutzen, um die Demokratie mitzugestalten? Mit diesen und vielen anderen Fragen zur Digitalisierung soll sich zukünftig  das Deutsche Internet-Institut beschäftigen. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat im September 2015 mit der Veröffentlichung einer Förderbekanntmachung den Startschuss für die Errichtung des Deutschen Internet-Instituts gegeben. In einer ersten Auswahlrunde wurden unter Beteiligung eines Expertengremiums aus den eingereichten Skizzen fünf Vorschläge ausgewählt, die von den erfolgreichen Konsortien nun ausgearbeitet werden können.

Die Entscheidung für die Einrichtung des Internet-Instituts geht zurück auf den Koalitionsvertrag und die Digitale Agenda 2014-2017 der Bundesregierung. Dort heißt es: „Ein öffentlich finanziertes Forschungsinstitut wird in einem interdisziplinären Ansatz die ethischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und partizipativen Aspekte von Internet und Digitalisierung erforschen. Dabei gilt es, die bestehenden Potenziale der deutschen Forschungslandschaft einzubinden und zu fokussieren.“

Ziel des geplanten Instituts ist es, die Digitalisierung besser zu verstehen und sie zum Wohle der Gesellschaft nutzbar zu machen. Hierzu ist eine intensive, interdisziplinäre Erforschung von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Aspekten der Digitalisierung auf der Grundlage eines profunden Verständnisses der technologischen Entwicklungen erforderlich. Neben exzellenter Forschung und der Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses gehört es auch zu den Aufgaben des zukünftigen Instituts, seine Erkenntnisse der Forschung für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zugänglich zu machen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt in den ersten fünf Jahren bis zu 50 Millionen Euro bereit. Das Deutsche Internet-Institut soll nach einer weiteren Auswahlrunde 2017 seine Arbeit aufnehmen.