Aufstieg durch Bildung

Bildung eröffnet Perspektiven. Sie ermöglicht es jedem Einzelnen, seine Talente zu entfalten. Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe, sozialen Aufstieg und ein erfülltes Leben.

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Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes. Und Deutschland investiert in gute Bildung – zuletzt 187,5 Milliarden Euro pro Jahr (2013). Das zahlt sich aus: Die Wirtschaft floriert und die Arbeitslosigkeit – insbesondere unter Jugendlichen – ist so niedrig wie seit vielen Jahren nicht mehr. Wenn wir weiterhin auf gute Bildung setzen, ist unser Land gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft: Digitalisierung, Integration und demografischen Wandel. Die Qualität des Bildungssystems zu erhalten, ist die gemeinsame Aufgabe des Staates, der Unternehmen, der Wirtschafts- und Sozialpartner und der Zivilgesellschaft.

Auf dem Weg in die Bildungsrepublik

Auf dem Bildungsgipfel am 22. Oktober 2008 in Dresden haben die Regierungschefs von Bund und Ländern die Qualifizierungsinitiative für Deutschland beschlossen. Damit haben sie sich zum Ziel gesetzt, 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Bildung, Wissenschaft und Forschung zu investieren. Im Jahr 2013 war dieses Ziel mit 9,2 Prozent und mehr als 258 Milliarden Euro schon fast erreicht.

Mit einem gemeinsam formulierten, umfassenden Maßnahmenpaket fördern und unterstützen Bund und Länder gemeinsam mit der Wirtschaft und den Sozialpartnern gute Bildung – in den jeweiligen Verantwortungsbereichen und durch gemeinsame Initiativen.

Die Erfolge sprechen für sich:

  • Frühkindliche Bildung – für einen guten Start

Ein Drittel der Kinder unter drei Jahren und fast alle vierjährigen Kinder besuchen mittlerweile eine Kita oder einen Kindergarten – eine hervorragende Ausgangsposition, denn in den ersten Lebensjahren werden die Grundlagen gelegt für eine erfolgreiche schulische Entwicklung. Das Bundesbildungsministerium unterstützt die Kleinsten zum Beispiel auch mit dem Programm „Lesestart“. Seit Anfang 2016 werden auch Lese-Sets an Flüchtlingskinder verteilt. Ihnen soll der Start in Deutschland damit gelingen.

  • Gute Schulbildung – mit guten Lehrerinnen und Lehrern

Gute Bildung braucht gute Lehrkräfte. Mit der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ stellt das Bundesbildungsministerium insgesamt 500 Millionen Euro bereit, um die Qualität der Lehrerbildung weiter zu steigern. Mit Erfolg: Wie die Ergebnisse von PISA 2012 zeigen, haben sich in den letzten Jahren gerade die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler deutlich verbessert. Das zeigt sich auch an den Abschlüssen. Der Anteil der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss ist von 8 Prozent (2006) auf nur noch 5,7 Prozent (2013) zurückgegangen.

  • Akademische und berufliche Bildung – und darüber hinaus

Deutschland braucht Facharbeiter und Ingenieure. Mit der „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ oder der Initiative „Chance Beruf“ machen Bundesregierung, Länder und Sozialpartner die berufliche Bildung noch attraktiver. Der Anteil junger Menschen ohne Ausbildungsabschluss hat sich seither auf 13,8 Prozent (2013) verringert.

Zugleich nehmen mehr als die Hälfte aller Jugendlichen eines Altersjahrgangs ein Studium auf. Das Bundesbildungsministerium unterstützt sie dabei: Studierende individuell durch das BAföG oder mit dem Deutschlandstipendium; die Hochschulen durch die Weiterentwicklung des Hochschulpakts, die Initiative für den wissenschaftlichen Nachwuchs oder die Nachfolge der Exzellenzinitiative.

Das Bundesbildungsministerium fördert dabei Transparenz und Verzahnung von akademischer und beruflicher Bildung, beispielsweise mit dem Deutschen Qualifikationsrahmen, dem Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung – offene Hochschulen“ oder der Initiative für Studienaussteiger. Auch lebenslanges Lernen ist in Deutschland längst Realität. Im Jahr 2014 hat mehr als jeder Zweite eine Weiterbildung gemacht.

  • Mehr Chancengerechtigkeit – Aufstieg durch Bildung für alle

Weil Bildung der Schlüssel zur Integration ist, unterstützt das Bundesbildungsministerium alte und neue Zuwanderer in ihren Bildungsbestrebungen. Zum Beispiel mit dem KAUSA-Programm: Junge Migranten und ihre Eltern erfahren mehr über die Perspektiven der dualen Berufsausbildung – Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund engagieren sich und bilden aus. Oder durch die Unterstützung von Flüchtlingen beim Studium: 100 Millionen Euro investiert das Bundesbildungsministerium, um gemeinsam mit DAAD und deutschen Hochschulen Flüchtlingen einen Zugang zum Studium zu ermöglichen.

  • Bildung für die Welt von morgen – MINT und mehr

Deutschland ist gut aufgestellt für die Anforderungen des Wissenszeitalters: 40 Prozent der Schulabgängerinnen und Schulabgänger entscheiden sich für ein Studium oder eine Berufsausbildung in einem MINT-Fach (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Das Bundesbildungsministerium fördert Neugier und Forschergeist von klein auf – vom „Haus der kleinen Forscher“ über den „Girls’Day“ bis hin zum „Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen“. Besonders erfreulich ist, dass sich dabei auch immer mehr Frauen für die guten Arbeits- und Verdienstperspektiven einer MINT-Karriere entscheiden.

Auch den digitalen Wandel gestaltet die Bundesregierung: Die Initiative „Industrie 4.0“ macht digitale Bildung zu einem festen Bestandteil der beruflichen Ausbildung. Zugleich investiert das Bundesbildungsministerium massiv in die Digitalisierung der Überbetrieblichen Bildungsstätten und erarbeitet gemeinsam mit den Ländern eine „Strategie Digitales Lernen“.