Auftaktveranstaltung zur Weiterentwicklung der Bioökonomie-Strategie

Die „Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie 2030“ läuft 2017 aus, 150 Expertinnen und Experten haben im Bundesministerium für Bildung und Forschung diskutiert, wie es nach sechs erfolgreichen Jahren weitergehen soll.

Staatssekretär Georg Schütte eröffnete die Veranstaltung © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Bei der „Auftaktveranstaltung zur Weiterentwicklung der Bioökonomie-Strategie“ gab es die Gelegenheit, aktiv an der Gestaltung des neuen Forschungsprogramms zur Bioökonomie mitzuwirken. Die Teilnehmenden diskutierten lebhaft über die Chancen und Herausforderungen der Bioökonomie, über die gesellschaftlichen Auswirkungen und auch die Risiken und möglichen Zielkonflikte. Welche Erfahrungen hat man mit der Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie gemacht? Was ist notwendig, damit sich die Bioökonomie optimal entwickelt? Welche Ziele und Themen sollte ein neues Forschungsprogram adressieren?

Für Inspiration sorgte ein abwechslungsreiches Programm

Nach einem Grußwort von Staatssekretär Schütte stellten drei Preisträger aus dem Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ ihr Projekt zur Bioökonomie vor. Ausgewählte Rednerinnen und Redner gaben danach in kurzen Impulsvorträgen Anregungen zu zentralen Themen der Bioökonomie.

Am Nachmittag diskutieren die Teilnehmenden in kleinen Gruppen und mit Hilfe von verschiedenen kreativen Formaten. Die gesammelten Beiträge und Ideen dienen als Impulse für das neue Forschungsprogramm. Die heutige Veranstaltung ist dafür der Auftakt. Ausgewählte Themen werden in weiteren kleineren Workshops weiter ausgearbeitet.

Die Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie – ein Rückblick

Als die Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie 2010 startete, war sie eine der ersten Bioökonomie-Strategien weltweit. In den letzten fünf Jahren hat sie viel bewirkt: Sie hat geholfen, die Bioökonomie bekannt zu machen und voran zu treiben. Zunehmend kommt der Gedanke einer Bioökonomie, also einer modernen, biobasierten und nachhaltigen Wirtschaft, in Industrie und Gesellschaft an.

Die Förderung durch die Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie hat viele Forschungsprojekte ermöglicht – von der Bodenforschung bis zur industriellen Biotechnologie. Besonderes Augenmerk lag dabei auch auf den Auswirkungen für die Gesellschaft – statt eines rein technologischen Blickwinkels.

Inzwischen machen bioökonomische Produkte die Bioökonomie für jeden aufmerksamen Verbraucher greifbar. Dazu gehören zum Beispiel aus Bioplastik hergestellte Dübel oder Leder, das mit Olivenblättern statt umweltschädlichen Chromsalzen gegerbt wird. Diese Beispiele zeigen: Die Bioökonomie kommt in der Lebenswirklichkeit der Menschen an.