AusbildungWeltweit

Egal ob Azubi oder Azubine, Ausbilder oder Ausbilderin: Mit dem Programm AusbildungWeltweit unterstützt das Bundesbildungsministerium Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung.

Die berufliche Bildung in Deutschland ist ein Erfolgsmodell: Sie sichert Fachkräfte für die Unternehmen und schafft für Jugendliche gute Chancen für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn. Auch deshalb haben junge Menschen hierzulande das geringste Arbeitslosenrisiko im europäischen Vergleich. Das Bundesbildungsministerium möchte die Attraktivität der beruflichen Bildung weiter steigern – und dafür insbesondere die berufliche Aus- und Weiterbildung stärken. Hier setzt das Programm AusbildungWeltweit an: Es fördert Auslandsaufenthalte von Auszubildenden sowie Ausbilderinnen und Ausbildern. Dadurch werden die künftigen Fach- und Führungskräfte darin unterstützt, internationale Berufskompetenzen zu erwerben und fit für den globalen Markt zu sein.

In internationalen Arbeitszusammenhängen spielen neben den fachlichen Kompetenzen auch Fremdsprachenkenntnisse, kulturelle Sensibilität und personale Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Motivation sowie die Fähigkeit, sich an verändernde Bedingungen anzupassen, eine wichtige Rolle. Lernaufenthalte im Ausland sind besonders dazu geeignet, diese Kompetenzen zu erwerben. Mit AusbildungWeltweit greift das BMBF den Bedarf von Unternehmen nach Fachkräften mit internationaler Berufskompetenz auf. Gleichzeitig leistet es einen Beitrag zum Bundestagsbeschluss zur Steigerung der internationalen Mobilität von Auszubildenden auf 10 Prozent eines Jahrgangs. AusbildungWeltweit ist Teil der Maßnahmen der Bundesregierung für eine starke und attraktive Berufsausbildung in Deutschland, die im Berufsbildungspakt gebündelt werden.

Was wird gefördert?

  • Auslandsaufenthalte zu Lernzwecken von Auszubildenden in einer Erstausbildung nach BBIG/HWO oder einer anderen Berufsausbildung nach Bundesrecht zwischen drei Wochen und drei Monaten. Die Auslandsaufenthalte sind Bestandteil der Ausbildung und zielen darauf ab, Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen der Auszubildenden zu erweitern.
  • Auslandsaufenthalte von Ausbilderinnen und Ausbildern sowie Verantwortlichen für die Berufliche Bildung zwischen zwei Tagen und zwei Wochen zur Fortbildung der Zielgruppe, aber auch zur Entwicklung der beruflichen Bildung in der Partnereinrichtung.
  • Bis zu einwöchige Erkundungsreisen zur Vorbereitung von Aufenthalten von Auszubildenden.

Förderanträge können von Unternehmen oder nichtschulischen Berufsbildungseinrichtungen in Deutschland gestellt werden. Diese können Zuschüsse für die Reise, den Aufenthalt, die Vor- und Nachbereitung von Auszubildenden sowie für die Organisation der Aufenthalte beantragen. Von der Förderung ausgenommen sind die derzeit 33 europäischen Länder, die von Erasmus+ abgedeckt werden.