Das Auto von morgen: autonom, sicher, effizient

Mit rund 100 Millionen Euro fördert das Bundesforschungsministerium Projekte zum automatisierten und vernetzten Fahren. Dank der exzellenten Forschungslandschaft ist Deutschland für die intelligente Mobilität gut aufgestellt.

Junge Frau in einem Testfahrzeug für automatisiertes Fahren
Junge Frau in einem Testfahrzeug für automatisiertes Fahren © dpa/Sebastian Kahnert

Ablenkung, Fehler beim Abbiegen oder Wenden, missachtete Vorfahrt oder falsche Geschwindigkeit: Menschliches Fehlverhalten ist die mit Abstand häufigste Unfallursache. Diese Fehler sind jedoch vermeidbar – zumindest mit modernster Technik. Wissenschaft, Wirtschaft und Politik arbeiten mit Hochdruck daran, es den Nutzerinnen und Nutzern auf der Basis zuverlässiger Technologien zu ermöglichen, das Steuer in Zukunft Computern zu überlassen. Denn in selbstfahrenden Autos sinkt das Unfallrisiko um mehr als 90 Prozent, wie aktuelle Studien zeigen.

Hohe Erwartungen an das Auto von morgen

Neben dem Sicherheitsaspekt knüpfen sich weitere hohe Erwartungen an das Auto von morgen: Es soll weniger Ressourcen verbrauchen, weniger Abgase ausstoßen, leiser sein und zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen Mobilität der Zukunft beitragen. Zudem soll durch selbstfahrende Autos die soziale Teilhabe all jener erhöht werden, die selbst nicht in der Lage sind, ein Auto zu steuern. Das Bundesforschungsministerium fördert seit 2015 Forschungsprojekte zur intelligenten Mobilität im Umfang von etwa 100 Millionen Euro. Die Förderung ist Teil der Gesamtstrategie der Bundesregierung zum automatisierten und vernetzten Fahren.

Deutschland ist für die intelligente Mobilität gut aufgestellt

Schlüsseltechnologien für intelligente Mobilität sollen hierzulande erforscht, entwickelt, erprobt und produziert werden.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka

Ziel der Bundesregierung ist es, dass der Automobilstandort Deutschland nicht nur bei der Entwicklung und Produktion konventioneller Fahrzeuge, sondern auch beim automatisierten und vernetzten Fahrend führend ist. Dank der Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ist Deutschland für die intelligente Mobilität gut aufgestellt: Bereits 2016 meldeten deutsche Firmen weltweit 58 Prozent aller Patente zum automatisierten Fahren an. Gemeinsam arbeiten Forscher und Unternehmer in verschiedenen Projekten daran, dass Auto von morgen auf die Straße zu bringen.

Forschung für die intelligente Mobilität

Die Forschung für die intelligente Mobilität ist eine Zukunftsaufgabe der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Dort werden neben dem automatisierten Fahren und der Elektromobilität weitere Themen zur Mobilität der Zukunft wie ÖPNV- oder Logistikkonzepte, Brennstoffzellentechnik sowie synthetische Kraftstoffe gefördert.

Die neue Hightech-Strategie der Bundesregierung

Es sind die guten Ideen, aus denen in Deutschland neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden. Sie sind weltweit gefragt und sichern unseren Wohlstand und unsere Lebensqualität. Auf viele drängende Fragen und Herausforderungen der Zukunft wurden bereits innovative Lösungen gefunden – in einigen Bereich muss jedoch noch weiter geforscht und experimentiert werden. Hier setzt die neue Hightech-Strategie an, die sich auf Forschungsthemen konzentriert, die von besonderer Relevanz für unsere Gesellschaft sind.