Automatisiertes Fahren: Enge Zusammenarbeit mit Japan

Deutschland und Japan wollen beim automatisierten Fahren eng zusammenarbeiten. Das haben Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und der japanische Wissenschaftsminister Yosuke Tsuruho in Berlin vereinbart.

Sie wollen die Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft beider Länder zusammenbringen: Bundesministerin Johanna Wanka und dder japanische Minister Yosuke Tsuruho © BMBF/Hans-Joachim Rickel

In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigten beide ihre Absicht, den Austausch zwischen deutschen und japanischen Forschern und Forscherinnen zum automatisierten Fahren zu fördern. Sie äußerten sich zuversichtlich, dass die vereinbarten Expertenworkshops und Gespräche zwischen ihren Häusern zu gemeinsamen Forschungsprojekten führen werden. Vereinbart wurde, dass das Bundesforschungsministerium und das japanische Kabinettsbüro im Laufe des Jahres Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft beider Länder zusammenbringen, um so die prioritären Themen für die bilaterale Kooperation zu identifizieren.

Deutsche Forscher eingeladen

Minister Tsuruho lud deutsche Forscherinnen und Forscher dazu ein, ab September 2017 ein großräumiges Testfeld auf öffentlichen Straßen und Autobahnen in Japan zu nutzen.

Strategie der Bundesregierung

Das japanische Kabinettsbüro koordiniert unter der Leitung von Minister Yosuke Tsuruho ein ressortübergreifendes nationales Großprojekt, das den Weg für das autonome Fahren in Japan bereiten soll. Auf deutscher Seite ist das Bundesforschungsministerium mit seiner Forschungsagenda eines der Ressorts, die die Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren der Bundesregierung vom September 2015 gemeinsam mit dem federführenden Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) in die Tat umsetzen.

 

Japan und Deutschland weltweit führend

Die Automobilhersteller und -zulieferer Deutschlands und Japans sind weltweit führend. Beide stehen vor der Herausforderung, ihre Marktposition auch im Zeitalter der Digitalisierung und neuer Mobilitätskonzepte zu behaupten.

Rasante Entwicklung

Die rasante Entwicklung von Elektronik und Software hat autonome, fahrerlose Fahrzeuge technologisch in greifbare Nähe gerückt. Um diese für den regulären Straßenverkehr tauglich zu machen, bedarf es jedoch noch großer Anstrengungen in Forschung und Entwicklung.  Die Elektronik muss funktionssicher und vor unbefugten Eingriffen geschützt sein. Nur wenn das gewährleistet ist, lassen sich die Vorteile autonomen Fahrens nutzen – dazu gehören mehr Sicherheit im Straßenverkehr,  weniger Emissionen und mehr Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe auch für Menschen, die selbst kein Fahrzeug lenken können oder dürfen.