BAföG-Statistik: Gefördertenzahl sinkt, Förderbeträge steigen

Bundesministerin Wanka: "Die BAföG-Reform greift, die erfolgreiche Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Finanzpolitik der Bundesregierung aber auch"

Studierende, Schülerinnen und Schüler, die BAföG erhalten, haben im vergangenen Jahr durchschnittlich mehr Förderung bekommen als im Jahr zuvor. Das geht aus der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten BAföG-Statistik 2016 hervor. Demnach sind die durchschnittlichen monatlichen Förderbeträge erneut gestiegen, nämlich um 16 Euro (plus 3,6 Prozent) bei Studierenden und um 14 Euro (plus 3,3 Prozent) bei mit BAföG geförderten Schülerinnen und Schülern. Die Gesamtausgaben für das seit 2015 allein aus Bundesmitteln finanzierte BAföG betrugen 2016 insgesamt rund 2,9 Milliarden Euro. Zugleich weist die Statistik für 2016 einen Rückgang der Gefördertenzahl im Vergleich zum Vorjahr von minus 5,5 Prozent auf. Insgesamt gab es letztes Jahr rund 823.000 BAföG-Empfänger, darunter rund 239.000 Schülerinnen und Schüler sowie rund 584.000 Studierende. Die BAföG-Reform wurde 2016 für Schülerinnen und Schüler mit Schuljahresbeginn sowie für Studierende ab dem Wintersemester wirksam.

"In der BAföG-Statistik für 2016 schlagen sich zwei Faktoren deutlicher nieder, als wir es 2014 bei der Verabschiedung des 25. BAföG-Änderungsgesetzes prognostiziert haben: die nochmals positivere Entwicklung der Einkommen und die anhaltend hohe Erwerbstätigenquote. Deshalb ist die Zahl der Geförderten im gesamten Jahr 2016 trotz der deutlich angehobenen Freibeträge seit Schuljahresbeginn bzw. Wintersemester 2016 noch nicht so deutlich angestiegen wie ursprünglich erwartet", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. Die 2016 insgesamt nochmals gestiegenen Studierenden- und insbesondere die Studienanfängerzahlen zeigen zugleich, dass das BAföG seiner Zielsetzung - niemand darf aus finanziellen Gründen von einer qualifizierten Ausbildung abgehalten werden - weiterhin gerecht wird.

"Wenn in Zeiten günstiger Konjunktur- und Einkommensentwicklung weniger Auszubildende auf staatliche Leistungen nach dem BAföG angewiesen sind, ist dies eine durchaus erfreuliche Entwicklung. Die BAföG-Reform greift, die erfolgreiche Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Finanzpolitik der Bundesregierung aber eben auch. Wer BAföG erhält, profitiert seit Herbst 2016 von den spürbaren Verbesserungen durch die Reform, bekommt zum Beispiel eine höhere Förderung sowie höhere Wohn- und Kinderbetreuungszuschläge", sagte Wanka. "Die Bundesregierung hat das BAföG mit der letzten Reform substantiell und strukturell verbessert. Die Verbesserungen wurden mit Schuljahresbeginn bzw. ab dem Wintersemester wirksam – die Statistik 2016 ist deshalb noch nicht aussagekräftig genug, um die Wirkung der Reform insgesamt zu beurteilen. Wir erwarten für 2017, die Effekte der  Reform dann auch in der Statistik deutlicher zu sehen. Das BAföG ist seit 46 Jahren ein zentrales Instrument für mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland. Das werden wir auch weiterhin unter Beweis stellen und für eine verlässliche und bedarfsgerechte Ausbildungsförderung sorgen."

Weitere Informationen

zum BAföGhttps://www.bafög.de/

https://www.bmbf.de/de/das-bafoeg-eroeffnet-bildungschancen-878.html

zur BAföG-Statistik: https://www.destatis.de/DE/Startseite.html

zur Zahl der Studierenden und Studienanfänger: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/BildungForschungKultur/Hochschulen/Hochschulen.html#Tabellen