Basis für den Berufsweg

Beim Girls’Day 2014 entdecken Mädchen die Welt der Elektronik / Wanka: „Die Ideen und Talente der jungen Frauen werden gebraucht“

Zum 14. Girls’Day, der am 27. März 2014 stattfindet, laden das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) gemeinsam 30 Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren aus verschiedenen Berliner Schulen ein. Sie löten, montieren und messen, sie lernen die spannende Welt der Elektronik und Veranstaltungstechnik kennen und entdecken die vielfältige Arbeitswelt rund um die Ingenieurwissenschaften.

„Eine Ausbildung oder ein Studium in Naturwissenschaft und Technik bietet jungen Frauen eine hervorragende Basis für ihren weiteren Berufsweg. Der Mädchen-Zukunftstag ist auch deshalb so wichtig, weil sich junge Menschen bei der Berufswahl nicht von überlieferten Rollenbildern, sondern von ihren individuellen Interessen und Fähigkeiten leiten lassen sollten. Diese können sie beim Girls’Day ausprobieren“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka anlässlich des Girls‘Day. „Die Ideen und Talente der jungen Frauen werden gebraucht. Die Mädchen sollten ihre Chance nutzen, unsere Zukunft mitzugestalten.“

„Im Rahmen des Girls‘Day können die Schülerinnen Spaß an der Technik erleben. Um künftig ausreichend Nachwuchskräfte, insbesondere auch junge Frauen, für MINT-Berufe zu begeistern, ist es wichtig, ihr Interesse frühzeitig zu fördern. Die Schülerinnen haben bei den zahlreichen Aktionen am Girls‘Day die Möglichkeit, sich davon zu überzeugen, wie vielfältig die Tätigkeiten in technischen Berufen, vor allem auch in der Elektro- und Informationstechnik, sind“, sagte der VDE-Vorstandsvorsitzende Hans Heinz Zimmer. „Aus unseren zahlreichen Studien wissen wir, dass Ingenieurinnen insbesondere interessante Arbeitsinhalte und herausfordernde Aufgaben schätzen, gefolgt von der gut funktionierenden Arbeit im Team.“

Am Aktionstag in der Berliner Repräsentanz des VDE bauen die Mädchen ein Solarfahrzeug: Sie montieren eine Solarzelle und eine LED-Leuchte auf einer Platine, verschalten sie elektrisch und bauen Achsen und Reifen an. Anschließend testen sie die Funktion und Sicherheit ihres Solarautos und erhalten – bei erfolgreicher Prüfung – das Junior-Prüfzertifikat des VDE-Instituts.

Zweite Station ist die Deutsche Oper. Hinter den Kulissen erkunden die Schülerinnen faszinierende Funktionsweisen der Bühnen- und Tontechnik. Sie erfahren, wie ein Bühnenbild entsteht, warum das Orchester im Graben sitzt, welche Aufgaben eine Inspizientin hat und welche hohen Anforderungen an Technik und Sicherheit gestellt werden. Die Mädchen können unter anderem erleben, wie handwerkliche Traditionen mit modernen Fertigungsmethoden der Bühnentechnik kombiniert werden.

In den vergangenen Jahren haben bundesweit bereits mehr als 1,3 Millionen Schülerinnen am Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag teilgenommen. Viele von ihnen haben im Anschluss an diesen Berufsinformationstag ein Praktikum im MINT-Bereich begonnen oder dort sogar ihren Traumberuf gefunden.

Der Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag wird vom BMBF, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Getragen und unterstützt wird er von einem breiten Aktionsbündnis, dem die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Bundesagentur für Arbeit (BA), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und die Initiative D21 angehören. Die Aktionspartner in der Lenkungsgruppe, in der als ständige Gäste der Bundeselternrat (BER), die Kultusministerkonferenz (KMK) sowie die Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenminister und -ministerinnen (GFMK) vertreten sind, begleiten das Projekt inhaltlich und organisatorisch.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.girls-day.de